[Rezension] V.E. Schwab „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“

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Eine Frau, an die sich niemand erinnert.

Eine Geschichte, die man nie wieder vergisst.



Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.

Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen.

Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.


Fazit

Dies ist die Geschichte von Addie Larue, einem Mädchen welches über 300 Jahre existierte, obwohl sich keiner an sie erinnern kann. Ein Schatten im Laufe der Zeit. Wie kam es dazu?

Im 18. Jahrhundert hatten Frauen, anders als heute, viel weniger Mitspracherecht, geschweige denn einen eigenen Willen. So passierte es eines Tages, dass man Addie verheiraten wollte. Dies war jedoch nicht in ihrem Sinne, daher beschloss sie davon zu laufen. Im Angesicht der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit verlässt ein Wunsch ihre Lippen, der von den Schatten aufgesogen und umgesetzt wurde. 

Addie war von diesem Augenblick an ein freies Mädchen. Nun war es ihr möglich alles zu tun was ihr Herz begehrt. Jedoch fordert jeder Wunsch seinen Tribut. So auch dieser hier. 

Kein Mensch wird sich je an sie erinnern. Keine Spuren deuten darauf hin, dass dieses Mädchen je gelebt, geschweige denn existiert hat.Was mich an Addie durchgehend fasziniert hat ist ihre Willensstärke. Sie lässt keinen Versuch aus dem Schatten zu beweisen, dass jeder Menschen Spuren hinterlassen kann, egal wie unsichtbar er auch sein mag. 

Dezent, auf den ersten Blick führen diese nicht zu ihr. Aber sie sind da. So ist sie trotzdem Teil der Geschichte. Kunst, Musik, Entwicklung, Baustile, all das wird uns nach und nach in kleinen Häppchen serviert. 

Natürlich lernen wir auch die negativen Seiten der jeweiligen Zeiten kennen. Dies nutzt der Schatten immer zu seinen Gunsten aus. Irgendwann wird er den Willen des Mädchens schon brechen. 

Die Handlung schwenkt dabei immer zwischen Vergangenheit, also von ihrer Geburt bis ins 21. Jahrhundert, und der Gegenwart. In letzterer begegnen sich Addie und ein junger Mann, der sich wie durch ein Wunder an sie erinnern kann. Aufgrund dieser Tatsache, und einem kleinen Geheimnis welches er mit sich trägt, bleibt sie eine Weile bei ihm.

Ein weiterer schöner Teil dieses Buches ist der Umgang mit der Liebe. Es ist an sich schon egal wer wen liebt, aber hier wird deutlich beschrieben, wie man es wahrnehmen sollte. Menschen lieben einander. Punkt.

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Schatten und das Vergessen der Menschen die einzigen Fantasy Elemente in dem Buch darstellen. Sonst liest sich alles wie ein Liebesroman.

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VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
Fischer/TorV.E. SchwabFantasy5922021Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

Victoria (V.E.) Schwab ist die Autorin der „Weltenwanderer“ – Trilogie und der >> New York Times << – Bestsellerserie „Vicious & Vengeful“.

Sie wurde 1987 als Kind einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren und ist seitdem von unstillbarem Fernweh getrieben. Wenn sie nicht gerade durch die Straßen von Paris streunt oder auf irgendeinen Hügel in England klettert, sitzt sie im hintersten Winkel eines Cafés und spinnt an ihren Geschichten.

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