[Rezension] Sascha Dinse „Aus finstrem Traum – Erzählungen – „

Vor ein paar Tagen hat mich Sascha Dinse auf Instagram angeschrieben und gefragt, ob ich sein Buch „Aus finstrem Traum – Erzählungen -“ lesen möchte. Nach etwas Recherche sagte ich dem Reziexemplar zu und es landete wenige Tage später in meinem Postfach. Danke noch einmal an dieser Stelle. 🙂 Wie so oft gilt: Nur weil ich das Buch „kostenlos“ erhalten habe, heißt das nicht, dass ich es in den Himmel loben werde, das hilft niemandem, vor allem nicht dem Autor, der sich eine ehrliche Meinung seiner Leser wünscht.

Worum geht es im Buch? Nun. Es handelt sich um eine Kurzgeschichtensammlung, welche sich großteils an den Genres Science Fiction und Horror, garniert mit etwas Dystopie orientiert. Das ist eine Kombi, die mir gefällt. Was mir ebenfalls gefällt, ist der grundsätzliche Aufbau der Kurzgeschichten. Sascha Dinse hat nicht einfach seine Ideen in einen Absatz gepackt, etwas ausgeschmückt und das war es. Nein. Er hat bei jeder Geschichte viele kleine Absätze, welche die Handlung aus einem anderen Winkel, zu einer anderen Zeit erzählen.

Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber wenn man das Prinzip verstanden hat, ist es spannend ohne Ende. Mindestens genauso spannend ist der Inhalt der zahlreichen Absätze. Ich war erstaunt, welche Szenarien sich der Autor hat einfallen lassen, ohne dabei selbst verrückt zu werden. Apropos verrückt. Ich kann euch nicht empfehlen, mehrere dieser Kurzgeschichten am Stück zu lesen. Die Atmosphäre, der psychische Zustand der Charaktere, die teils schräge Umgebung, welche sich wie in einem Albtraum ständig wandelt, drücken trotz immens gespanntem Spannungsbogen irgendwann aufs Gemüt. Ich habe jede einzelne Geschichte genossen und mir viele Gedanken darüber gemacht, aber die Pausen zwischendurch waren nötig.

Nötig ist auch eine Trigger-Warnung. Denn viele Ereignisse in diesem Buch, wenn ich es bis dahin nicht deutlich genug geschrieben habe, sind nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete. Es fließt recht viel Blut, „Verletzungen“ werden sehr detailliert beschrieben, Schizophrenie und Wahn geben sich die Hand und vieles mehr. Wenn euch das zu viel ist, überlegt euch gut, ob ihr dieses Buch lesen wollt. Was mir beim Lesen oft aufgefallen ist, ist, dass der Autor Elemente aus vergangenen Geschichten in den Geschichten danach wiederverwendet hat. Ein Schmetterling beispielsweise kommt nicht nur einmal vor. Ich mag solche Details. Insgesamt hat mir die Geschichtensammlung gut gefallen. Kann ich Fans der genannten Genres empfehlen.


VerlagIndependently published
AutorSascha Dinse
Erscheinungsjahr2025
GenreScience Fiction/Horror
Seiten318
Du möchtest das Buch kaufen? Nicht im Tyrolia Online-Shop gelistet (15.08.25)
ISBN-13979-8290048024

Sascha Dinse, Jahrgang 1978, lebt und schreibt in Berlin. Seine Genres sind Horror und Science-Fiction, in beiden Fällen gespickt mit surrealen Elementen, Twists und doppelten Böden. Der Schrecken in seinen Geschichten erwächst aus dem Alltäglichen, aus den Abgründen der menschlichen Seele oder den Verheißungen der Technologie. Statt spritzendem Blut stehen in seinen Horrorgeschichten oft eher philosophische Elemente und bizarre Ereignisse im Vordergrund, seine Ausflüge in die Science-Fiction sind Gedankenexperimente oder düstere Vorahnungen einer unheilvollen Zukunft.

Quelle: https://www.amazon.de/stores/author/B00XIC0UMK/about


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