[Rezension] Rebecca Serle „In fünf Jahren“

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Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Als die ehrgeizige New Yorker Anwältin Dannie dies beim wichtigsten Bewerbungsgespräch ihrer jungen Karriere gefragt wird, ist ihre Antwort klar, hat sie doch einen minutiös ausgeklügelten Lebensplan. An diesem Abend macht ihr Freund ihr einen Heiratsantrag, und sie legt sich schlafen mit dem guten Gefühl, dass alles so läuft, wie sie es sich gewünscht hat.

Doch als sie mitten in der Nacht aufwacht, befindet sie sich in einer fremden Wohnung, an ihrem Finger steckt ein anderer Ring, und neben ihr liegt ein ganz anderer Mann. Im Hintergrund laufen die Nachrichten, und sie sieht das Datum: Es ist derselbe Tag, der 15. Dezember, doch fünf Jahre in der Zukunft. Nach einer Stunde, die alles in Frage stellt, an das sie bisher geglaubt hat, wacht sie in ihrem eigenen Bett wieder auf. Und obwohl sie versucht, diesen Moment zu vergessen, kann sie es nicht. Bis sie viereinhalb Jahre später dem Mann aus ihrem Traum begegnet …



Mein Fazit

Sie sind schon seit einer Weile ein Paar. Ihr Leben haben die beiden aufeinander abgestimmt, sodass keiner dem anderen im Weg ist. Um das Glück zu perfektionieren, macht Dannies Freund ihr eines Abends einen Heiratsantrag. Nun ist es also amtlich. Ihr langjähriger Wunsch geht in Erfüllung. 

Vom Glück beflügelt geht unsere Anwältin schlafen und wacht im Traum, fünf Jahre später, neben einem anderen Mann auf. Dannie hat ihn noch nie gesehen. Genauso wenig wie die Wohnung, in der sie aufwacht. 

Der Spuk ist nach wenigen Minuten wieder vorbei. Jedoch macht ihr der Traum Angst. Sie ist sich unsicher, was in fünf Jahren wirklich sein wird.

Nach knapp fünf glücklichen Jahren, und immer noch unverheiratet, begegnet Dannie dem Mann aus ihrem Traum. In Begleitung ihrer besten Freundin. Glück gehabt. In ihn kann sich Dannie alleine aus Respekt vor ihrer Freundin nicht verlieben. 

Warum auch? Die Hochzeit steht an. Sie ist immer noch glücklich. Bis das letzte halbe Jahr alles durcheinander bringt.

Der Untertitel trifft es auf den Punkt. Uns erwartet keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Was mit einer glücklichen Stimmung beginnt, wandelt sich schnell zu einem Emotion-Feuerwerk sondergleichen. 

Dannie und ihr Freund wirken glücklich und zufrieden. Beide stehen voll im Leben und genießen ihr Luxus-Leben. Was auch bei jeder Gelegenheit betont wird. (Ich habs ja verstanden.) und dann fängt der Himmel und die Hölle an zu pokern.

Nach dem Traum, und so sehr sie sich dagegen wehren, dreht sich das Leben des Pärchens um 180°. Ab diesem Zeitpunkt wird es sehr interessant und gleichzeitig etwas beklemmend. Wir sind Zeugen davon, wie sehr es einen Menschen nahezu zerstören kann, wenn einem das Leben gefühlt alle Sicherheiten wegnimmt.

Trotzdem habe ich bis zum Schluss an ein Happy End geglaubt. Irgendwie wurde es auch geliefert. Je nachdem, wie man es sieht. Am Ende ist Dannie glücklich. Das ist doch die Hauptsache, oder?


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
btb VerlagRebecca SerleLiebesroman3202022Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin & Übersetzerin

Rebecca Serle ist Autorin und Drehbuchschreiberin und lebt in New York und Los Angeles. »In fünf Jahren« wurde von Lesern und Presse begeistert aufgenommen, war Lieblingsbuch der amerikanischen Buchclubs und stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Der Roman erscheint in 24 Ländern.

Schwaab, JudithJudith Schwaab, Jahrgang 1960, studierte Italienische Philologie. Sie ist Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen, unter anderem von Anthony Doerr, Daniel Mason, Jojo Moyes, Sue Monk Kidd, Maurizio de Giovanni und Stefania Auci. Für ihre Übersetzung von Chimamanda Ngozi Adichies „Blauer Hibiskus“ erhielt sie 2020 den Internationalen Hermann-Hesse-Preis.

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