[Rezension] Rebecca Schaeffer „Market of Monsters: Bis auf die Knochen“ (Teil 1)

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Einleitung

Nach dem Ende meiner Liebesromanphase brauchte ich etwas Düsteres um mich zu erden. Etwas, was mich im richtigen Leben erschüttern oder erschaudern lassen würde. So begab ich mich auf der Suche nach passenden Büchern zu einer meiner liebsten digitalen Plattformen. Netgalley.

Recht schnell fand ich in der Fantasy Abteilung die ersten beiden Teile der Market of Monsters Reihe. Daher an dieser Stelle ein Dank. Selbstverständlich habe ich mir, aus Prinzip, die beiden Taschenbücher bestellt. Meine lokale Buchhandlung muss natürlich wieder unterstützt werden.

Nun geht es weiter zur Rezension. Viel Spaß. Vielleicht ist das Buch bzw., die Reihe ja auch etwas für euch.


Grober Handlungsverlauf

Auf dem Schwarzmarkt tummeln sich allerlei zwielichtige Gestalten, die ihre Ware an den Mann oder die Frau bringen möchten. Nita, welche aus einer Familie von Jägern stammt, bereitet tote Monster für den Verkauf vor. Dabei geht sie mit sehr viel Enthusiasmus und Gründlichkeit ran. Die Körperteile der unnatürlichen Kreaturen sind auf dem Markt viel Geld wert. Nicht auszudenken, wenn eines einen Kratzer abbekommt.

Eines schönen Tages landet ein noch lebendiges Monster, welches aussieht wie ein unschuldiger Junge, im Haus. Blöderweise freundet sich Nita mit diesem an und landet, aufgrund blöder Umstände, nun selbst in einem Käfig aus dem es kein Entkommen gibt. Jetzt ist sie es, deren Körperteile verkauft werden sollen.

Ihre besonderen, und definitiv nicht menschlichen Fähigkeiten, können bereits nach dem Verzehr kleinster Hautfetzen übertragen werden. Davon geht man jedenfalls aus. Idealerweise verspeist der Käufer gleich direkt den ganzen Körper mit Haut und Haar, sicher ist sicher.

Apropos sicher. Nita ist es jedenfalls nicht mehr. Kann sie ihrem Gefängnis entkommen bevor?


Mein Fazit

Es ist schon eine Weile her seit mir ein Fantasy Roman einen eiskalten Schauer über den Rücken gejagt hat. Natürlich, der Klappentext verspricht eine Stimmung, die düsterer nicht sein kann. Menschen und Organhandel in das angesprochene Genre zu packen klingt nach einer abenteuerlichen Kombination, aber lasst mich euch sagen, dass diese in diesem Fall unglaublich gut funktioniert hat.

Hier ist absolut nichts normal. Die Art wie Nita ihre „Patienten“ zerlegt und welche Gedanken ihr dabei durch den Kopf jagen sind schon sehr gruselig. Sie kennt es nicht anders, so ist sie die meiste Zeit über aufgewachsen. Ihre Mutter schlägt sie in Hinblick auf Grausamkeit noch einmal um Längen. Jedoch bekommen wir von ihr nach der ersten Hälfte nicht mehr viel zu sehen.

Die Zeit der Gefangenschaft ist ohnehin interessanter. Nita erlebt zum ersten Mal in ihrem Leben die andere Seite der Jagd. Auch wenn sie ihre besonderen Fähigkeiten bereits gut im Griff hat, sind diese leider keine große Hilfe, wenn es darum geht aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Ihre Peiniger und deren Kunden scheuen sich nicht davor, ihr sowohl körperliche als auch emotionale Schmerzen zuzufügen, nur um ihre Fähigkeiten aus nächster Nähe beobachten zu können.

Bis zum schlussendlichen Ausbruch vergeht einige Zeit. Jedoch wird das Buch durch die begrenzte Perspektive nicht langweilig. Es passiert immer irgendetwas. Vor allem makaberes. Die Menschen in diesem Buch sind wirklich widerlich. Andererseits ist das Ohr eines Monsters, welches einem tolle Kräfte verleiht, recht schnell hinuntergeschluckt. An blutigen Details wurde definitiv nicht gespart.

Ihr merkt es schon, die Atmosphäre in diesem Buch ist eine Mischung aus makaberen Szenen und Schmerzen. Das wurde hervorragend rüber gebracht, sodass man zumindest ansatzweise Nitas Gedankengänge nachvollziehen kann.

Die Nebencharaktere sind der Autorin gut gelungen. Jeder spielte seine/ihre Rolle ausgezeichnet.

Ich freue mich schon auf Teil zwei. Denn das Ende lässt mich auf noch düstere Szenen und eine brutale Auflösung hoffen.


Buchinformationen

VerlagPiper
AutorinRebecca Schaeffer
Erscheinungsjahr2022
GenreDark Urban Fantasy
Seiten384
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Über die Autorin

Rebecca Schaeffer ist im ländlichen Kanada geboren und aufgewachsen und seit ihrem 18. Geburtstag eine Weltenbummlerin. Allergisch gegenüber Stillstand bleibt sie nie länger als ein paar Monate am gleichen Ort. Sie liebt es bei ihren Reisen neue Sprachen zu lernen. Anzutreffen ist sie in einem Café auf der anderen Seite der Welt, wo sie über Gauner, Antihelden und moralisch sprunghafte Figuren schreibt.

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