[Rezension] Nina Bilinszki „A Storm between us“

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Wenn sich ein Weg zurück ins Leben auftut – wirst du ihn gehen?



Sein Blick war offen und direkt auf mich gerichtet. >> Hi, ich bin Noah. << Seine Stimme war genauso anziehend wie der Rest von ihm – warm, weich und tief -. und ich spürte, wie sich etwas in meiner Magengrube angenehm zusammenzog.

Verdammt, was sollte das? Ich reagierte doch sonst nicht so extrem auf Männer, die ich nicht kannte. Das war überhaupt nicht meine Art, vor allem nicht seit jenem Abend.

Ich schob den Gedanken weg und konzentrierte mich wieder auf mein Gegenüber. Noah legte den Kopf leicht schief und zog fragend die Augenbrauen hoch. Oh, richtig, er wartete noch auf eine Antwort von mir.

Ich schluckte, weil meine Kehle plötzlich staubtrocken war. >> Mia. Ich heiße Mia. <<


Mein Fazit

Man könnte meinen Mia sei eine schüchterne Studentin, die gerne alleine ist, und nicht viel redet. 

Was keiner mitbekommt: Seit ein paar Jahren tobt unter ihrer ruhigen Oberfläche ein Kampf, der nie zu ihren Gunsten aus geht. Denn, sie alleine, und nur sie, trägt die Schuld daran, was ihrer Freundin einst geschehen ist. Da gibt es nichts daran zu rütteln. 

Tag für Tag macht sich Mia damit fertig. Damit ihr nicht wieder so ein folgenschwerer Fehler passiert, geht sie jedem Menschen in ihrer Umgebung konsequent aus dem Weg. Bisher ging ihr Plan wunderbar auf, bis sie Noah begegnet. 

Ein sportlicher, gutaussehender Typ, der offenbar auch mit Problemen zu kämpfen hat. In seiner Nähe bröckeln Mia Mauern immer mehr, sie hat das Gefühl ihm alles anvertrauen zu können. Jetzt scheint für beide die Zeit gekommen zu sein, sich mit ihren Problemen zu befassen. Denn ihre Zukunft wartet schon darauf, gemeinsam erlebt zu werden.

Ich mag Protagonisten, die nicht perfekt sind. Deren Leben Hürden und Schwierigkeiten beinhalten, die gemeistert werden wollen, aber dabei nicht übertrieben wirken. Genauso solche Protagonisten findet ihr in dieser schönen Reihe. 

Lizzy und Avery haben es vorgemacht. Mia fügt sich wunderbar ein. Sie agierte in den Teilen davor stets im Hintergrund, und gab uns daher selten einen Grund mehrmals Gedanken an sie zu verschwenden. Doch genau diese unscheinbare Studentin fand ich am interessantesten. Ihre Erlebnisse, ihre Gedankenwelt, und die daraus resultierenden Aktionen, lösten viele kleine Gefühlsexplosionen in mir aus. Mal grinste ich beim Lesen vor mich hin, mal fiel mir meine Kinnlade in den Schoß, dann musste ich mir Pipi in den Augen verkneifen. Aber auch die Passagen von Noah waren nicht weniger spannend. Das gemeinsame Umfeld rundete die Geschichte wunderbar ab. Hier ist für jeden Fan des Genres etwas dabei.

Wobei man sich beim Lesen nicht in einem emotionalen Tief befinden sollte, denn manche Situationen sind nicht ohne.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos über die Autorin

Nina Bilinszki ist mitten im Ruhrgebiet aufgewachsen, ehe es sie 2009 ins Rhein-Main-Gebiet zog. Bücher begleiten sie dabei schon ihr ganzes Leben, und auch das Schreiben ist inzwischen nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Wenn sie sich nicht gerade neue Geschichten ausdenkt, ist sie meist in der Natur anzutreffen, wo sie ihren Labrador-Mischling über die Felder scheucht.

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