[Rezension] Naomi Huber „Ashturia – Das Schwert der Vendorey“

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Einleitung

Eigentlich wollte ich eine Lesepause einlegen, Social Media links liegen lassen, mehr wandern und fotografieren gehen. Das Wetter hatte keinen Bock. Dementsprechend habe ich mich direkt auf ein neues Buch gestürzt.

Es ist noch gar nicht so lange her, seit ich die Ashturia Reihe von Naomi Huber für mich entdeckt habe. Nun liegt der dritte Teil gelesen neben mir, während ich diese Zeilen tippe und mir überlege, welche Worte meine Meinung nahezu perfekt widerspiegeln. Die ersten beiden Bücher haben konnten mich überzeugen. Ohne Wenn und Aber. Kritikpunkte fand ich nur schwer und selbst die hatten kaum eine Daseinsberechtigung, weil diese einen so geringen Anteil vom Gesamtkunstwerk ausgemacht haben.

Aber wie sieht es hier aus? Immerhin schien die Handlung mehr oder weniger zu Ende erzählt zu sein. Offene Fragen gab es nicht wirklich, weil alle wichtigen Ereignisse sowohl ein Ende als auch eine Erklärung gefunden haben. War es das also wirklich? Nein. Mag zwar sein, dass Trinas, Liams und Fecyres Geschichte mehr oder weniger vollendet sein mag, jedoch vergisst man gerne die Existenz der Mida und Kifeldra. Zwei für die Gesamthandlung wichtige Parteien/Wesen. Grund hierfür könnte der verhältnismäßig geringe Anteil dieser sein. In Teil zwei hatten zumindest die Mida ein paar Auftritte, jedoch standen Trina und Liam stets im Fokus.

Dementsprechend neugierig war ich nach den ersten Absätzen, wie es wohl weitergeht. Seid also gespannt auf meine Rezension. Viel Spaß. 🙂


Grober Handlungsverlauf

Nachdem Trina und Liam es wieder einmal geschafft haben, jeglicher Bedrohung den Gar auszumachen, kehrt abermals Frieden ein. Fecyre hat zwar mehr um die Ohren als je zuvor, jedoch erlangte sie in den vergangenen Monaten wertvolles Wissen. Jetzt weiß sie: Sie ist nicht das einzige Wesen mit den ihren Fähigkeiten.

Es ist sogar so friedlich, dass unser Pärchen Nachwuchs in die weite Welt setzt. Ein seltsamer Geselle wird samt seinem Gefährten des Königreiches verwiesen. Weitere Jahre ziehen ins Land, bis auf einer Reise die Handlung ins Rollen gebracht wird. Ein neuer Widersacher beeinsprucht ohne Wenn und Aber etwas, was Trina und Liam in den letzten Jahren ans Herz gewachsen ist. Mit der Hilfe ihrer mächtigen Gefährtin möchten sich diese zur Wehr setzen. Dieser ist, mitsamt seinen Handlangern, unfassbar mächtig. Hier kommen die mächtigen Mida ins Spiel, welche Fecyre mit ins Gefecht nehmen möchte. Zwischen all diesen Ereignissen wird Liam auf eine harte Probe gestellt.

Vor allem: Was hat es mit der Vendorey auf sich? Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?


Mein Fazit

Dafür, dass uns im Klappentext so viel Rasanz versprochen wird, fängt das Buch sehr friedlich an und bleibt es auch über mehrere Kapitel hinweg. Eine willkommene Abwechslung, wenn man bedenkt, was in den Teilen zuvor geschehen ist. Jedoch ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. Bis hierhin gefiel, mir, was ich gelesen habe. Eine Ahnung, was mit „der Vendorey“ gemeint sein könnte, bahnt sich schon hier an. Zunächst war ich mir unsicher, ob die Information nicht zu früh serviert wird, jedoch rückt dieser Gedanke recht schnell aufgrund der nachfolgenden Ereignisse in den Hintergrund. Diese haben es in sich.

Aus der Vergangenheit weiß ich, dass Naomi eindrucksvolle und energiegeladene Szenen hervorragend beherrscht. Aber hier hat sie sich noch einmal so richtig ausgetobt. So langsam der Anfang war, so schnell flog ich durch den mittleren Teil des Buches, nur um dann kurz vor dem Showdown ruckartig abgebremst zu werden, um dann wiederum mit Vollgas Richtung Ende zu fliegen.

Genug vom allgemeinen Eindruck. Hinein in die Details. Trina und Liam durften ihre neue Macht vollends ausleben. Das gefiel mir gut. So hatte ich das Gefühl, dass diese durch die Ereignisse aus der Vergangenheit geistig und körperlich gewachsen sind. Variationen ihrer Kraft fügten sich natürlich in die neue Handlung ein. So als hätten sie sich ganz natürlich die Frage gestellt, was sie damit sonst noch so anstellen können. Fecyre, dem mächtigen Drachenwesen, erging es nicht anders. Was diese mittlerweile für Fähigkeiten erlangt hat, ist nicht ohne. Sei es die Wandlung ihrer Gestalt, oder ihrem Wissen bezüglich der Mida, welches sie nach und nach erlangt hat.

Dennoch freute es mich zu lesen, dass die drei deswegen nicht mit Leichtigkeit durch die feindlichen Truppen und dem schlussendlichen Endgegner schnetzelten. Es brauchte weiterhin gute Planung und ein schnelles Reaktionsvermögen. Die Tatsache, dass die drei zwischendurch getrennte Wege gehen mussten, machte es für mich umso spannender. Wie ging bspw. Trina ohne ihren Mann und ihr Drachenmädchen mit einer unbekannten Situation um?

Die Nebencharaktere machten ebenfalls eine positive Entwicklung durch. Viele davon unterstützten unser kleines Team bei ihrer Rettungsaktion mit ihren speziellen Fähigkeiten und waren mir auch sonst sympathisch. Neue Charaktere gliedern sich nahtlos in die Handlung mit ein und waren trotz geringer Tiefe keine bloßen Statisten oder gar Lückenfüller.

Zum Schluss möchte ich noch die im Buch vorkommenden Speisen erwähnen. Bin ja ein großer Fan von detaillierten Beschreibungen dieser. Hatte einige Male so Lust darauf, selbst einen Löffel zu probieren. Wie Reaka schmeckt, würde mich sehr interessieren.

Es war eine gute Entscheidung, meine Pause zu unterbrechen und mich diesem Buch zu widmen. Insgesamt wieder ein tolles Buch. Danke dir Naomi.

Die Ashturia Reihe kann ich jedem Fan des Genres sehr empfehlen.


Buchinformationen

VerlagBoD – Books on Demand
AutorinNaomi Huber
Erscheinungsjahr2024
GenreFantasy
Seiten362
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Informationen über die Autorin

Naomi Huber wurde im Sommer 1980 geboren und lebt schon seit früher Kindheit in den Bergen Tirols. Die Liebe zum Lesen guter Geschichten, zum Reisen ins Reich des Fantastischen begleitet sie bereits ihr ganzes Leben. Seit 2017 schreibt sie Romane

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