[Rezension] Matthias Elling „Trance – Eure Zeit läuft ab“

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Einleitung

Musik ist Teil meines Alltags. Sie entspannt und motiviert mich. In düsteren Zeiten hilft diese mir wieder neuen Mut zu fassen. Wie seht ihr das?

Daher ist es umso unvorstellbarer, dass es Tonfolgen und Frequenzen geben könnte/soll, die die Stimmung gezielt beeinflussen, um Menschen Dinge machen zu lassen, an die sie zuvor nicht im Entferntesten gedacht haben. Matthias Elling hat diesen Gedanken weiter gesponnen und einen Thriller geschrieben der es definitiv in sich hat.

Dieses Buch habe ich mir bei der langen Nacht in meiner Buchhandlung, mit zwei anderen Exemplaren, gekauft. Der Klappentext klang spannend, das Cover sah schick aus. Simpel aber mit einem herausstechenden Detail. Seid gespannt wie gut mir „Trance“ gefallen hat.

Mehr Details zur langen Nacht findet ihr HIER.

Nun viel Spaß mit meiner Rezension.


Grober Handlungsverlauf

BND-Agent Danny Erichsen überlebte von einiger Zeit nur knapp einen Anschlag. Dieser wurde nicht mithilfe von Schusswaffen oder Giftgas verübt. Sondern mit einer bestimmten Abfolge von Tönen welche Menschen, die diese hören, in den Suizid treibt. Das Gefährliche an dieser „Waffe“: Sie unberechenbar und unsichtbar. Nur einen Knopfdruck entfernt.

Die Gruppe, welche den Anschlag unter anderem auf Danny Erichsen verübt hat, hat sich wieder mit Forderungen gemeldet. Wenn diese nicht eingehalten werden darf diesmal die ganze Welt der tödlichen Melodie lauschen. Dementsprechend angespannt sind die Ermittler. Eines steht von Anfang an fest, die Forderungen können nicht in dem festgelegten Zeitraum erfüllt werden. Dafür müsste die Menschheit ihr komplettes Leben umkrempeln. Da macht niemand mit.

Im Gegenteil. Binnen weniger Stunden nach der Meldung bricht Panik aus. Freunde werden zu Feinde. Warum das Ganze? In wenigen Stunden sind ohnehin alle hinüber.

Dennoch versuchen Danny Erichsen und eine Ex-Agentin, welche aufgrund ihrer Verletzungen, die sie sich bei einem anderen Anschlag zugezogen hat, nicht mehr im Dienst ist, das Hacker-Kollektiv hinter Gitter zu bringen.

Werden sie es schaffen, die Welt zu retten, bevor die Zeit abläuft?


Mein Fazit

Es gibt sie noch. Thriller die mich packen und regelrecht aus den Socken hauen können. Hier erwartet euch keine 08/15 Handlung, austauschbare Charaktere, ein zu sehr aufgebauschtes Thema und erfolglose Versuche, die Stimmung durch billige Cliffhanger zu steigern. Selbstverständlich haben sich schon vorher Autoren mit dem Thema „Wie kann sich Musik auf Menschen auswirken?“ beschäftigt. Jedoch entstand bei mir nie die Lust diese Bücher zu lesen. Meistens scheiterte es schon am Klappentext.

Hier passt alles. Von Anfang an ist klar worum es geht. Keine Schnörkel, kein „da könnte noch etwas sein“. Der Autor breitet die Tatsachen wie Spielkarten auf unseren imaginären Tischflächen aus. Wer glaubt, dass dadurch der Verlauf der Handlung vorhersehbar und langweilig wirkt der täuscht sich.

Was wir nicht wissen, oder gar ahnen können ist das Verhalten der Menschen. Danny Erichsen und sein Team hinken dem Hacker-Kollektiv fast immer einen Schritt hinterher. Dadurch barg jede Observierung und jeder Zugriff ein noch größeres Risiko, dass etwas schiefläuft. Denn unsere Gesetzeshüter sind nicht die einzigen die Jagd auf unsere Todesboten machen. Auch innerhalb der Einheit entwickelt sich mehr und mehr eine gefährliche Eigendynamik. Das Attentat auf Danny Erichsen und der Ex-Agentin ist an den beiden nicht spurlos vorübergegangen. Da beide unterschiedlich damit umgehen, wissen wir nie, was als Nächstes kommt.

Halten wir also fest. Beide Hautcharaktere sind unberechenbar und verfolgen ihr Ziel bis zum bitteren Ende, obwohl sie offiziell zusammenarbeiten sollten.

Die Charaktere wurden vom Autor gut ausgearbeitet. Selbst der unbedeutendste Passant hat eine mehrschichtige Persönlichkeit. Auch die Mitglieder der Hackergruppe hatten einen soliden Auftritt. Gut so. Immerhin drohen sie dem Volk, damit diese in den Suizid zu treiben, sollten die Ermittler ihren Forderungen nicht Folge leisten.

Insgesamt betrachtet ist dem Autor der spannende und zeitweise auch brutale Thriller hervorragend gelungen. Keine Leerläufe, keine Logiklöcher, keine Statisten. Große Autoren dürfen sich gerne von diesem Buch inspirieren lassen. Vor allem von der Schreibweise. Weniger ist manchmal einfach mehr.


Buchinformationen

VerlagUllstein
AutorMatthias Elling
Erscheinungsjahr2023
GenreThriller
Seiten400
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Informationen über den Autor

Matthias Elling ist ein deutscher Thrillerautor. Er studierte interaktives Design und verbale Kommunikation und arbeitet inzwischen hauptberuflich als Schriftsteller. Er lebt in Süddeutschland.

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