[Rezension] Marc Meller „Stadt des Zorns“

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Spiel um dein Leben – im größten Escape Romm der Welt



Mein Fazit

Was zunächst nach einer Protestaktion von Umweltaktivisten aussieht wurde von Janus, den wir noch von “Raum der Angst” kennen, bis ins kleinste Detail geplant. Wenn schon eine Handvoll Idioten das Ziel haben den Verkehr ins Chaos zu stürzen, warum sollte man diesen nicht für seine eigenen Zwecke nutzen?

Nach und nach lockt Janus seine neuen Versuchskaninchen in den Untergrund. Darunter befindet sich Hannah, eine alte Bekannte. Die kennen wir ebenfalls aus dem letzten Teil. Denn mit ihr hat er noch ein Hühnchen zu rupfen. Nicht nur, dass sie ihm etwas Wertvolles genommen hat, sondern auch weil sein letztes Spiel wegen ihr etwas aus dem Ruder lief.

Als die Gruppe sich endlich versammelt hat, beginnt das neue tödliche Escape Room Abenteuer. Der Untergrund wurde von Janus, und seinen Helferlein so präpariert, dass hinter jedem Winkel der Tod lauert (vielleicht, man weiß es nicht). Die Mitglieder der zunächst willkürlich zusammengewürfelte Gruppe, dessen Grund für diese Konstellation nach und nach aufgelöst wird, arbeiten sich Stück für Stück durch die Kanalisation. Bis auf Hannah weiß keiner was der dezent gestörte Täter für ein Spiel mit ihnen treibt. Wie viele unfreiwillige Spieler werden diesmal überleben?

Ohne große Vorbereitung startet der zweite Teil flott ins eigentliche Geschehen. Im ersten Moment streift Hannah mit ihrer Schwester durch die Stadt, im zweiten Moment sind die beiden getrennt, in der Stadt bricht das Chaos aus, und Hannah wird in den Untergrund gelockt. Ihre Neugier bringt sie auch hier in Gefahr. Dabei hätte sie aus den Ereignissen, die ein paar Monate zuvor stattfanden, und vielen Menschen das Leben kostete, lernen müssen. 

Egal, Janus muss gestoppt werden, außerdem scheint sie mit Hauptkommissar Kappler einen Plan ausgearbeitet zu haben um den wahnsinnigen Täter zu stoppen. Ob das gut geht? Spoiler: Naja, geht. Hannah begibt sich wieder in Lebensgefahr, und ist sich scheinbar sehr sicher, dass Janus sie nicht töten wird. 

Die Handlung wechselt immer zwischen den Ereignissen in der Stadt, und dem Untergrund hin und her. So bekommt man verschiedene Perspektiven geboten, die vor allem dann praktisch sind wenn es um die Opfer von Janus Spiel geht. 

Er selbst hat wenige Auftritte, die dafür einen umso größeren Eindruck hinterlassen. Trotz aller Vorkehrungen dem Leser ein spannendes Leseerlebnis zu bieten ist die Handlung (leider) nicht ganz so spannend wie Teil Eins. Irgendwie wirkt der im Klappentext beschriebene “Albtraum” durch die Größe des Escape Rooms eher verdünnt. Ja klar, manche Beschreibungen der frisch getöteten Opfer war schon etwas widerlich, aber es ging so.

Trotz meiner kleinen Kritik am Ende kann ich den zweiten Teil dennoch empfehlen. Er ist ein gut gelungener Ausbau einer knackigen Reihe. Escape Room Thriller lese ich nicht alle Tage, so sind die beiden Bücher für mich etwas Besonderes. 

Wie sieht das bei euch aus? Lest ihr gerne Escape Room Thriller? Kennt ihr das Buch schon?


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos über den Autor

Marc Meller ist das Pseudonym eines erfolgreichen Roman- und Drehbuchautors. Am liebsten schreibt er Thriller, in denen das Thema »Angst« in all seinen Ausformungen eine zentrale Rolle spielt. Marc Meller lebt in Köln.

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