[Rezension] Maja Köllinger „Mondstaub und Sonnenstürme“

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Vorwort

Ihr kennt doch sicher den Satz: Wir bestehen alle aus Sternenstaub.

Ein schöner Gedanke wie ich finde.

„Mondstaub und Sonnenstürme“ stellt diesen etwas auf den Kopf, denn hier trägt jeder Mensch sein eigenes Universum in sich. Sternenseelen, zu denen unsere Protagonistin Stella gehört, können diese in den Augen ihrer Mitmenschen sehen und deren Gefühlslage und Emotionen erkennen. Klingt etwas abgefahren, aber gleichzeitig unfassbar spannend.

Anschließend stellt man sich natürlich die Frage: Wie kam sie zu diesen Kräften? Ist sie vor einigen Jahren als Baby vom Himmel gefallen? Ist sie eine Auserwählte mit besonderen Eltern?

Letzteres entspricht teilweise der Wahrheit. Denn ihre Erzeuger sind in der Tat etwas Besonderes, nur eben anders, als man vermutet.

Genug der Mutmaßungen und der Ratespiele, weiter geht es mit meiner Rezension zu diesem kosmischen Buch. Viel Spaß beim Lesen. 🙂


Grober Handlungsverlauf

Nach einem interessanten Prolog werden wir direkt in ein tragisches Ereignis geworfen, welches unsere Protagonistin innerlich fast zerstört. Da Stella eine starke Seele ist, schafft sie mit Unterstützung wieder in den Alltag zurückzukehren. Dieser setzt sich an einem anderen Ort fort, da die Geschehnisse in ihrer Heimat immer noch zu tief sitzen.

Wahrscheinlich wird der Schmerz nie ganz vergehen. Zwischendurch wird dieser sogar schlimmer, denn Stella findet Dinge betreffend der Anfangsszene heraus, die nochmals treffen.

Zurück zu ihrem neuen Alltag. Auf dem Weg zu ihrer neuen Schule lernt sie ihre zukünftige verrückte aber liebenswerte Mitschülerin kennen. Die beiden werden nach einer sehr kurzen Eingewöhnungsphase direkt beste Freundinnen. Somit ist unsere Protagonistin nicht mehr ganz so alleine.

Zuvor wurden uns ihr Onkel und ihre Tante vorgestellt, die sich liebevoll um sie kümmern.

Jedoch möchte Stella nach einer Weile mehr über ihre Vergangenheit und ihre Eltern erfahren. Ersteren wird dabei mulmig zumute, was ist, wenn ihre Nichte zu viel herausfindet?

Ihr neuer Mitschüler, Noris, der sich nach einem eher weniger tollen ersten Treffen, sich ihr nähert, scheint über die gleichen Fähigkeiten wie Stella zu verfügen. Beide sind in der Lage, die Gefühlswelt ihrer Gegenüber mittels Sternenbilder, die nur für die beiden sichtbar sind, in deren Augen abzulesen. Diese Fähigkeiten bleiben nicht lange unentdeckt. Denn eine Gruppe, die ihnen garantiert nichts Gutes möchte, macht Jagd auf die beiden.

Was ist Jahre zuvor mit Stella und Noris passiert? Warum werden sie ausgerechnet jetzt verfolgt?


Mein Fazit

Manchmal lohnt es sich einfach ohne großes Überlegen und nur anhand weniger Informationen für ein Buch zu entscheiden. Zugegeben, die Entscheidung wurde mir alleine durch die Tatsache, dass es hier um Sterne und das Universum geht, einfach gemacht, ob ich das Buch kaufen soll.

Der Klappentext hat nicht zu viel versprochen. Die Autorin hat sich auf den ca. 350 Seiten ordentlich ausgetobt, was die Gefühlslage in Sternenbilder darzustellen angeht. Die Beschreibungen dieser sind wirklich gut gelungen. Egal, ob es sich bei den Empfindungen der Charaktere um schöne oder traurige Gefühle handelt. Die Zeichnungen, die alle paar Seiten bestaunt werden dürfen, machen das Vorstellen der Ereignisse umso schöner.

Die Charaktere, die die Handlung tragen, wurden perfekt und vielseitig ausgearbeitet. Die wenigen, die dann schlussendlich im Rampenlicht stehen dürfen, haben noch einmal eine extra Portion Liebe bekommen. Das merkt man an jeder Ecke.

Natürlich können Stella und Noris hierbei am meisten glänzen. Zwei unglaublich tolle Charaktere, deren Schicksal man ihnen auf jederzeit abkauft.

Zum Glück hat die Autorin darauf verzichtet, viele Liebesszenen und Turtelei zwischen den beiden Hauptcharakteren einzubauen. Das kenne ich anders, und mag so etwas nicht immer, gerade wenn es um ein Thema geht, welches mich sehr interessiert.

Meistens werden wir von der Handlung, die sich um Mondstaub und Sonnenstürme dreht, der Name passt hier perfekt, in ihren Bann gezogen. Leerläufe und lange Pausen, wo nichts passiert, gibt es kaum. Zumindest ist mir hier nichts Negatives aufgefallen.

Ich bin begeistert von dem Buch. Definitiv ein kleiner Geheimtipp.


Buchcover

Stell dir vor, du siehst in die Augen deines Gegenübers und erblickst sein Universum.

Du erkennst Gedanken, die wie Planeten in seinem Kopf umher kreisen.
Gefühle, die sich in Sternenbildern auf seinen dunklen Pupillen abzeichnen.
Geheimnisse, die sich in der schimmernden Nebula am Rande seiner Augen sammeln.


VerlagDrachenmond Verlag
AutorinMaja Köllinger
Erscheinungsjahr2018
GenreFantasy
Seiten352
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Informationen über die Autorin

Maja Köllinger, geboren 1997, ist der Welt der Buchstaben schon verfallen, seitdem sie denken kann. Das Rascheln von hauchdünnem Papier und das Versinken in anderen Welten und Zeiten zieht sie schon seit Langem in ihren Bann… Die Leidenschaft zum geschriebenen Wort spornt die junge Studentin dazu an, ihre eigenen Geschichten aufs Papier zu bringen und sie mit der Welt zu teilen. Sie will den Menschen, die im tristen Alltag gefangen sind, einen Blick auf das Magische und Ungreifbare dieser Wirklichkeit ermöglichen und sie für kurze Zeit in andere Realitäten entführen.

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