[Rezension] Liv Thomas „Solange wir lieben“

Leben jeden Tag,

als wenn er dein Letzter wäre



Fazit

Julia und ihr fester Freund Konstantin stehen mit beiden Füßen im Leben, und eigentlich fehlt es ihnen an nichts. 

Jedoch kriselt es immer wieder zwischen den beiden. Dies liegt unter anderem an Konstantins Beruf. Dieser wird im Laufe des Buches auch immer wieder eine Rolle spielen.

Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Tom. Die erste große Liebe von Julia. 

Einst ein gutaussehender, charmanter und hinreißender junger Mann. 

Heute, aufgrund seiner langsam fortschreitenden Krankheit, kaum mehr wieder zu erkennen. 

Er möchte, bevor es mit ihm zu Ende geht, nochmal alle wichtigen Personen wiedersehen. 

Darunter Julia. Die wie gesagt seine erste große Liebe ist.

Denn die beiden verbindet eine schöne Vergangenheit, die leider keine Zukunft hatte. 

Je öfter sich die beiden sehen, und je länger Julia Zeit mit Tom verbringt wird ihr klar, dass das Leben sehr schnell vorbei sein kann, daher sollte sie jede Chance nutzen um dieses richtig zu leben. 

Damit meine ich nicht Reichtum, oder eine Villa, oder ein teueres Auto zu haben. Sondern einfach das Leben leben. Klingt stumpf. Ich weiß. Aber so ist es nunmal.

So nebenbei grätschen sich immer wieder Bekannte, alte Freunde, und Verwandte von Tom in die Handlung rein. 

Dabei bleibt der eigentliche rote Faden sehr gut erhalten. 

Dennoch steht das Ende von Tom immer im Raum. Man kann diesen Fakt förmlich greifen. 

Es ist schwer zu beschreiben welche Gefühle und Gedanken ich beim Lesen hatte. 

Einerseits wollte ich das gewisse Momente nie enden, andererseits wollte ich Tom nicht so lange leiden sehen. Andererseits war er in den Schlüsselmomenten glücklicher denn je. 

Zu Julia kann ich nur sagen: Starke Frau mit sehr starken Gefühlen, mit denen sie umzugehen weiß. 

Die Nebencharaktere wurden ebenfalls sehr natürlich in die Handlung eingegliedert. 

Das Buch verbreitet auch nicht nur die eine Stimmung wie es viele Liebesromane machen. 

Hier bekommst du immer wieder viele verschiedene Gefühle serviert. Viel Abwechslung auf verhältnismäßig wenig Seiten. Das mag ich. 

Ingesamt ein sehr gelungenes Buch.

An dieser Stelle möchte ich mich direkt beim Verlag für das Buch bedanken. Ich habe vor einiger Zeit bei einem Gewinnspiel mitgemacht. Nennt sich „in Liebe“. HIER gehts zu den Teilnahmebedingungen.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
LübbeLiv ThomasBelletristik3032021Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

Liv Thomas ist das Pseudonym der Autorin Gabriele von Braun.

Sie lebt in Berlin und zählt trotz ihres eher sonnigen Gemüts zu der raren und durchaus kritisch beäugten Spezies, die die feuchtkalten und vermeintlich tristen Tage in der Hauptstadt ganz besonders schätzt.

Je grauer es ist, desto lieber schreibt sie.

Schon früh interessierte sie sich für die unterschiedlichen Facetten der Menschen.

Mit ihrem „sensiblen, investigativen Einfühlungsgedöns“, wie es ihr einst ein im Gefühlschaos steckender, leicht alkoholisierter Kommilitone fundiert ins Ohr lallte, blickt sie gern hinter die Fassaden.

Was sie fasziniert: So gnadenlos das Schicksal auch manchmal zuschlagen mag, es kann einen Weg geben, daran zu wachsen.

Jetzt ist deine Meinung gefragt. :)