[Rezension] Kerstin Gier „Vergiss mein nicht: Was man bei Licht nicht sehen kann“ (Teil 1)

„Dieser Beitrag enthält Werbelinks“

>> Und wenn das hier kein Fantasyroman wäre, sondern Wirklichkeit? <<

Matilda sah ihn an. >> Dann hieße das, wir sind offiziell verrückt. <<

Quinn lachte. >> Aber macht es nicht viel mehr Spaß, zu zweit verrückt zu sein? <<



Mein Fazit

Sagen, Mythen und Märchen existieren nur in Büchern. Das ist an sich nicht Neues. Doch warum wird Quinn bei der Feier seines Freundes von unheimlichen Wesen verfolgt und schwer verletzt? Das weiß er selbst nicht genau. 

Genauso schleierhaft ist ihm die plötzliche Zuwendung von Matilda, die aus der Familie gegenüber stammt, und mit denen sich seine eigene absolut nicht versteht. 

Was kommt als Nächstes? Eine Statue deren Reime Kopfschmerzen verursachen? Ein grinsender Plastikschädel? Oder menschenähnliche Wesen die ihm von einer Welt berichten die sich neben unserer Realität abspielt? 

Kein Wunder also, dass Quinn eine Psychologin besucht, die scheinbar ganz andere Probleme hat. 

Während Matilda sich langsam in sein angeknackstes Leben schleicht muss er erkennen, dass die vorhin aufgezählten Dinge durchaus der Wahrheit entsprechen und existieren. Ab diesem Zeitpunkt geht es bei ihm drunter und drüber. Denn die Wesen aus der anderen Welt wollen ihn, je nachdem wen man fragt, retten oder tot sehen. Auf seine “Heldenrolle” muss er sich vorbereiten. Bewaffnet mit Krücken, und seinem Rollstuhl. An seiner Seite steht das Mädchen welches er früher geärgert, und ihr blöde Spitznamen gegeben hat.

Ihr merkt schon. Die Autorin hat es geschafft einen humorvollen Fantasy Roman voller Zauberei und Magie zu erschaffen. Jeder Charakter hat seinen/ihren Charme, und wurde gut bis sehr gut ausgearbeitet. Dies trifft auch auf den Humor zu. Jedoch wirkt dieser nie übertrieben oder an der falschen Stelle eingesetzt. Eine gewissen Ernsthaftigkeit, beispielsweise wenn der Unfall von Quinn thematisiert wird, ist dennoch vorhanden.

Auch die sich im Hintergrund aufbauende Liebesgeschichte schmiegt sich richtig schön an die Haupthandlung an. Bei diesem Buch stimmt nahezu alles. Auch das Ende ist kein üblicher Cliffhanger, sondern blendet langsam aus, sodass es trotz des rasanten Endes, dennoch ein sauberes Ende gibt.

Zum Cover muss ich nicht viel sagen außer dass es durch seine Farbgebung und der kleinen Überraschung im Inneren wirklich gut gelungen ist.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
S. FischerKerstin GierFantasy4802021Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht und schreibt seither überaus erfolgreich für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Edelstein-Trilogie und die »Silber«-Bücher wurden zu internationalen Bestsellern, mehrere Romane von ihr sind verfilmt worden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln.

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