[Rezension] Inka Lindberg „Mit dir falle ich“

„Dieser Beitrag enthält Werbelinks“

>> Auf uns! Auf eine enge Zusammenarbeit! <<

Finn hob sein Glas und nickte mir zu. Etwas widerwillig stieß ich mit ihm an. Ich wollte gerade am Glas nippen, als Finn protestierte. >> Hey, du musst mir dabei in die Augen gucken! Du weißt schon, dass es sieben Jahre schlechten Sex gibt? <<

Ich versuchte mir ein Lachen zu verkneifen.

Er sah wirklich empört aus.

>> Ach! Du kennst dich damit aus? << Zufrieden bemerkte ich, wie Finn für einen Moment die Kontrolle über seine Gesichtszüge verlor.

Ich konnte nicht anders, ich musste lachen.

Dieses Mal war es ein Leichtes, den Blickkontakt beim Anstoßen zu halten.

>> Nein? Aber wenn du willst, kann ich dir eine Kostprobe geben. Dann siehst du schon was du verpasst! <<

Ich verdrehte die Augen, was Finn dazubrachte, zischend die Luft einzuziehen.

Er biss sich leicht auf die vollen Lippen, bevor er raunte: >> Da ist es ja wieder. << Er schüttelte den Kopf leicht und nippte an seinem Glas.

>> Dieses Funkeln macht mich fertig, Kleine. <<



Fazit

Er sieht gut aus. Sein Lächeln ist umwerfend. Seine Worte treffen jede Frau direkt ins Herz. Seine geheimnisvolle Art bricht jeden noch so starken Willen.

So verfällt auch Robyn seinem Charme. Es sollten nur eine handvoll Nachhilfestunden sein, damit sie endlich genug Geld für ihre Rechnungen hat. 

Nach anfänglichem Widerstand ihrerseits kommen sich die beiden langsam näher. Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander. 

Robyns Freundeskreis, ihre Hobbys, ihre Arbeit, einfach alles rutscht immer weiter aufs Nebengleis. Nur noch Finn ist wichtig. Er gibt ihr was sie (scheinbar) braucht. 

Robyn soll von ihm abhängig werden. Ein Leben ohne ihn gibt es nicht mehr. 

Aufgrund ihrer rosaroten Brille bekommt Robyn nicht mit wie Finn sie manipuliert. 

Doch als sie merkt wie weit sie schon in Richtung des dunklen Abgrund gefallen ist, braucht sie mehr als nur eine helfende Hand und ein rettendes Seil die sie wieder an die Oberfläche holen.

Das Buch beginnt wie jeder andere Liebesroman auch. Die Protagonistin befindet sich mitten im Leben. Natürlich dürfen Geldsorgen, Existenzängste, verpatzte Dates, Freunde, Partys, uvm. nicht fehlen. 

Diese Stimmung verändert sich nach und nach als Finn sich langsam in Robyns Herz schleicht. 

Die Handlung wirkt wie ein Sog der uns langsam mit der Protagonistin in die Tiefe rauschen lässt. Der freie Fall schwenkt von Freiheit zu absoluter Kontrolle. 

Wir fühlen uns mindestens genauso bedrückt, fröhlich, verletzt wie sie es tut. 

Zum Glück hat Robyn tolle Menschen um sich die sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. 

Finn hingegen ist genau so ein oberflächlicher und manipulativer Schönling wie er im Buche steht. Man kann ihn hassen, oder lieben. Letzteres bringt eine ernstzunehmende Gefahr mit sich.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Höhen und Tiefen wechselten sich schön ab. Alles wirkte perfekt aufeinander abgestimmt. Der Schreibstil passte auch fast immer zur Situation. 


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos über die Autorin

Inka Lindberg, Jahrgang 1993, hat Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert und arbeitet heute als Moderatorin und Web-Video-Produzentin in Köln.

Auf ihren Social Media Kanälen spricht die Autorin unter dem Namen >> einfach inka << über Liebe, Sex und Dating und nimmt somit die Rolle der virtuellen besten Freundin für als 180.000 Menschen ein.

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