[Rezension] Helen Hoang „Heart Story“

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Der schwierigste Weg …



… ist der Weg zu sich selbst


Mein Fazit

Die Zeit in der Anna ihre Violine in den Händen hält und sich ihrer Musik hingibt, ist nicht nur von Außen ein zauberhafter Anblick. Auch ihr Innerstes schwingt mit jeder Note, jedem Streichen ihrer Saiten mit. Dieses Talent bleibt nicht lange unentdeckt. Schon bald ist unsere Protagonistin ein gefeierter Social Media Star. 

Bis zu jenem Tag als der Zauber erlischt. Ihre Auftritte spiegeln nur noch das wieder was ihre Zuschauer sehen wollen. Nichts davon entspricht mehr Annas Gefühlen. Sie möchte anderen gefallen, auch wenn dafür die eigenen Bedürfnisse und Wünsche darunter leiden müssen. So war es schon immer, so wird es auch bleiben.

Als wäre das nicht genug möchte ihr Freund eine offene Beziehung bevor sich die Beiden endgültig binden sollen. In Anna bricht etwas zusammen. Was hat sie falsch gemacht? Es lief doch bisher alles nach seinen Wünschen. 

Bevor sich Anna in ihrer Wut und Trauer verliert versucht sie sich an One Night Stands. Vielleicht kommt sie so auf andere Gedanken. Bei einem Treffen lernt sie Quan kennen. Diesen kennen wir schon aus den Vorgänger Büchern, und ist realistisch betrachtet absolut nicht Annas Typ. Er ist aber der Mensch den Anna gerade braucht. Jemand der sie nicht verurteilt für das was sie nun mal ausmacht. Selbst ihre Diagnose sorgt nicht dafür das Quan das Weite sucht. Auch in ihm toben Zweifel und Unsicherheiten. Seine Krankheit, die er erst vor kurzem überwunden hat, hat ihre psychischen Spuren hinterlassen.  Anna scheint seine Probleme weniger bedrohlich wirken zu lassen. Sie könnte sein Luftballon sein, der ihn immer wieder vom Abgrund holt.

Dieses Buch enthält so viele Emotionen und ernste Themen die entdeckt werden wollen, das ist der Wahnsinn. Man merkt mit jeder Zeile, dass die Autorin sämtliche Erlebnisse der Protagonistin auch am eigenen Leib spüren musste. Dies sprach sie auch in einem ihrer Interviews an.

Annas Zeit vor der Diagnose zeigte mir schon früh wo die Reise hingeht. Deswegen hat mich das Buch mehr mitgenommen als es sollte. Dazu gesellt sich die entstehende Liebe zwischen ihr und Quan. Diese wird immer wieder von alltäglichen bis schwerwiegenden Problemen unterbrochen die vor allem Anna schwer zu schaffen machen. Mit seiner Liebe, seinem Verständnis und seinem Feingefühl schafft er es ihr eine sichere Zuflucht zu bieten. Sie muss keine andere Person für ihn sein, wie es bei ihrem familiären Umfeld der Fall ist. Bei ihm ist sie einfach nur Anna. Unperfekt, glücklich, traurig, und witzig. 

Das Buch war einfach unfassbar schön und traurig zugleich.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
KyssHelen HoangLiebesroman4162022Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

2016, als Helen Hoang für ihr Debüt recherchierte, erkannte sie erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem, was sie las, und ihren eigenen Erfahrungen. Kurz darauf wurde bei ihr eine Störung auf dem Autismus-Spektrum diagnostiziert, auch als Asperger-Syndrom bekannt. Das Buch, für das sie recherchierte, war «Kissing Lessons», der Auftakt zur «Kiss, Love & Heart»-Trilogie. Genauso außergewöhnlich wie die Entstehungsgeschichte wurde auch die Erfolgsgeschichte. Kein anderer Liebesroman wurde 2018 öfter besprochen als dieser, sowohl in der Presse als auch von Leser:innen. Allein auf Goodreads hat er inzwischen über 26.000 Rezensionen. Etliche Zeitschriften – unter anderem Cosmopolitan, Entertainment Weekly und Washington Post – wählten das Buch in ihre Jahresbestenlisten. Für das Oprah Magazine gehört «Kissing Lessons» bereits jetzt zu den 20 besten Liebesromanen aller Zeiten. Die Übersetzungsrechte wurden mehr als 30 Sprachen verkauft, und eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Mit dem New-York-Times-Bestseller «Heart Story» legt die Autorin nach «Kissing Lessons» und «Love Challenge» nun den abschließenden Band ihrer Trilogie vor. Helen Hoang lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in San Diego, Kalifornien.

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