[Rezension] FE Boulaich „Runenhexe“

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Einleitung

Nachdem mir das erste Buch der Reihe nicht besonders gefallen hat, wollte ich dem Ganzen eine zweite Chance geben. Denn die Idee gefällt mir nach wie vor gut. Düstere Mächte, Voodoo, Schamanismus, Tarot, uvm klingen nach einer tollen Kombination.

Dementsprechend heiße ich euch herzlich willkommen zum zweiten Band „Runenhexe“ von FE Boulaich.

Schnappt euch etwas zum Knabbern und zum Trinken, das dauert wie von mir gewohnt wieder eine Weile.


Grober Handlungsverlauf

Die Ereignisse rund um die Überfälle des Voodoo Priesters haben ihre Spuren in Berlin hinterlassen. Auch wenn unser knochiger Rachezombie das geistliche gesegnet hat, stellt man sich zurecht die Frage, ob auch wirklich alles wieder in Ordnung ist.

Da kommt unsere Protagonistin Lilo ins Spiel. Diese wurde im genannten Zeitraum mit ein paar anderen Bewohnern in ein Verlies gesperrt. Während ihre Mitinsassen „nur“ vor sich hin vegetieren durften, fand eine Hexe Gefallen an unserem bis dato unbefleckten Mädchens.

Nachdem Lilo von ihrer Peinigerin gequält und mit Tattoos, später Runen genannt, verziert wurde, durfte sie wieder zurück in ihren Alltag. Jedoch kommt es bald zu seltsamen Ereignissen.

Seit wann ist es ihr möglich Wasser zu kontrollieren? Oder anderen ihren Willen aufzuzwingen?

Glücklicherweise beobachtet Tawë, ein Angehöriger der Voodoo-Gemeinschaft und Dämonenjäger des Nyang, ihren ersten Ausbruch und klebt seitdem wie eine Klette an unserem offenbar magisch begabten Mädchen.

So beginnt eine interessante und gefährliche Reise, die einem endlich erklärt, was es mit den Ereignissen in Teil eins auf sich gehabt hat.


Mein Fazit

Der zweite Teil der Reihe macht eine Sache besonders richtig. Wir bekommen endlich Erklärungen zu den Hintergründen der Vorfälle. Denn vieles ging mir in „Seelenbinder“ viel zu schnell, oder wurde nur angekratzt. Daher ist vor allem der Einstieg sehr Informationslastig und eher träge. Zu Beginn hat es mich etwas gestört, denn zuerst stellt uns die Autorin die Protagonisten vor und wirft uns dann einen Rückblick vor die Füße. Aber wie erwähnt, immerhin haben wir mehr Details bekommen.

Denn die Welt rund um den Voodoo Priester, sein Gefolge, die „gute“ Seite, die Zusammenhänge, Schamanismus und vieles mehr, finde ich super spannend. Es war sicher nicht einfach diese Themen in ein spannendes Korsett zu zwängen, aber es hat erst einmal gut funktioniert.

Nach dem langsamen Anfang kommt die Handlung langsam in Fahrt. Diese wird glücklicherweise, und anders als in Teil eins, nur selten unterbrochen und kann sich frei entfalten. Tawës Geschichte wurde spannend rübergebracht, genauso Lilos.

Bei letzterer war ich mir lange nicht sicher was ich von ihr halten soll.

Einerseits zeigt sie viel Ehrgeiz und scheint nicht auf den Kopf gefallen zu sein, andererseits verhält sich die Gute nicht selten wie ein kleines Kind. Klar, die Situation kann einen überfordern. Die neu gewonnenen Kräfte, welche sich scheinbar spontan zeigen, machen es nicht besser. Aber eine etwas weniger trotzige und wehleidige Art hätte ihr gutgetan.

Die anderen Charaktere erfüllten ihren Zweck ausreichend gut. Manche Wendungen war sehr vorhersehbar, andere wiederum etwas konfus oder gar übertrieben. Jedoch war ich mit keinem komplett unzufrieden. Wobei mir der Mitbewohner vom Protagonisten aus Teil eins, auch hier derbe auf die Nerven ging. Seine Auftritte waren zum Glück deutlich geringer als zuvor. Man kann es mit der Charaktergestaltung und den Klischees auch ein wenig übertreiben.

Im Großen und Ganzen ein solider zweiter Teil, der die Reihe etwas besser gemacht hat.


Buchinformationen

VerlagUrban Fiction Berlin
AutorinFE Boulaich
Erscheinungsjahr2022
GenreUrban Fantasy
Seiten422
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Über die Autorin

FE Boulaich, in Berlin-Kreuzberg geboren, kennt viele verborgene Winkel ihrer Heimatstadt, was nicht zuletzt mit ihrer früheren Tätigkeit als Schädlingsbekämpferin zusammenhängt. Nach ihrer Ausbildung absolvierte sie ein Studium der Informatik. Heute betreibt sie zusammen mit ihrem Mann eine Bausanierungsfirma. Auch diese Tätigkeit führt sie in die verschiedensten Ecken Berlins. Am liebsten schreibt sie Urban‑Fantasy‑Romane, um ihre Leser in die unbekannten Welten mitten in Berlin zu entführen.

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