[Rezension] Catherine Snow „Akademie im Niemals“

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Magie und Mechanik sind alles, was es braucht um die Zeit zu beherrschen.



Mein Fazit

Es sollte eine gewöhnliche Fahrt nach Hause sein. Mit allem Drum und Dran versteht sich. Der Weg zum Bus mit all seinen Hindernissen, inklusive Leander, der Mara wie immer piesackt. Jedoch sollten die Beiden ihr Zuhause nie wieder erreichen. 

Sie werden vom Gevatter Zeit wortwörtlich aus der Zeitlinie gerissen, um als Adepten an der Akademie im Niemals zu lernen. Ihre Fähigkeiten sollten Mara und Leander dann für Korrekturen an uns bekannten Ereignissen nutzen. Selbstverständlich sind sie alles andere begeistert davon von ihren Eltern, Freunden und Kollegen für immer getrennt zu sein, nur weil es ein paar “Gelehrte” entschieden haben. So reift ein Plan die Akademie für ihr egoistisches Verhalten zu bestrafen. 

Dummerweise muss sich Mara mit Leander zusammenschließen der sie auch nach Ankunft in der Akademie nicht in Ruhe lässt. Dazu kommt noch, dass sie sich sehr gut mit ihren Mitschülern versteht und der von Rache angetriebene Plan immer weiter in den Hintergrund rückt. Leander versucht dennoch weiter an diesem festzuhalten. Er hat schließlich nichts zu verlieren.

Es gibt Dinge, die passen für mich einfach perfekt zusammen. Spielereien mit der Zeit, Okkultismus, Mystik und etwas Mechanik bilden eine tolle Symbiose.

Die Handlung startet ohne großes Tam Tam mit Vollgas ins Geschehen. Die Autorin stellt uns die Hauptcharaktere in wenigen Worten vor. Kein langer Monolog, keine Beschreibung ihres Mittagessens, einfach nur ein “Das sind die Beiden, das machen sie, und dort geht die Reise hin.“ Ist doch ganz einfach.

Danach werden wir immer wieder mit kleinen Infos zur Vergangenheit versorgt, auch hier fallen die Beschreibungen kurz und bündig aus. Bei der Umgebung, der Akademie und den Möglichkeiten “die Zeit zu berechnen” hat die liebe Kathi hingegen nicht mit Worten gegeizt. 

Von Tarot Karten legen, bis hin zu den Würfeln, mit denen man alles Mögliche berechnen kann, die Einrichtung der Bibliothek, die verschiedenen Räume der Akademie, und natürlich Magie, wurde nahezu alles bis ins kleinste Detail beschrieben.

Wie sieht es schreibtechnisch aus? Gegenüber Viridis merkt man eine deutliche Verbesserung. Das Buch liest sich ausgesprochen flüssig, keine störenden Leerläufe, viel Atmosphäre und sehr interessante Charaktere. Nicht zu vergessen der leicht düstere Anstrich der die eigentlich friedlich wirkende Akademie etwas bedrohlicher wirken lässt.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
BookapiCatherine SnowFantasy/Dystopie5062021Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

Catherine Snow, 1991 geboren, lebt mit ihrer Familie in Innsbruck. Im Februar 2020 erschien ihr Debüt >> Viridis – Der Seelenfänger <<, im Januar 2021 folgte der Auftakt zu ihrer phantastischen, dreiteiligen Kurzgeschichten-Reihe >> Das Amulett der Zeitreisenden << um die junge Archäologin Penelope Pope.

Im Dezember 2021 erscheint/erschien ihr dystopischer Fantasyroman >> Die Akademie im Niemals << beim Bookapi Verlag. Die Autorin studiert Primärpädagogik und bereist in ihrer Freizeit gern die Welt – in der Realität, aber gern auch zwischen zwei Buchdeckeln.

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