[Rezension] C. Gina Riot „Die Abenteuer des Barden Spikero: Meuchler & Gestaltwandler“ (2)

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Einleitung

Vor einer Weile habe ich euch von „Die Abenteuer des Barden Spikero: Diebesgut & Hexenmal“, dem ersten Teil der Reihe, berichtet. Dieser hat mir, bis auf ein paar Kritikpunkte, recht gut gefallen. Daher war es für mich nur logisch, Spikero auch bei seinem zweiten Abenteuer zu begleiten. Gestaltwandler faszinieren mich schon seit vielen Jahren. Welche Abenteuer man wohl in einem anderen Körper erleben oder einfach nur Schabernack treiben kann? Die Fantasie kennt keine Grenzen.

Wie die Autorin einen Meuchler und Gestaltwandler in einer spannenden Handlung integriert hat? Ich war gespannt und habs flott durchgelesen. Nun freut es mich umso mehr, euch von meiner Erfahrung mit dem Buch zu erzählen.

Schnappt euch euer Kirschbier und habt viel Spaß mit meiner Rezension. 🙂


Grober Handlungsverlauf

Wie so oft beginnt ein Abenteuer recht überschaubar. Der Held, in diesem Fall unser Barde Spikero, bekommt einen Auftrag ein seltenes Elixier zu besorgen. Was dieses so besonders macht? Es kann Gestaltwandler in ihrer verwandelten Form „sichtbar“ machen. Praktisch, wenn man einem verdächtigen Exemplar hinterherjagen möchte. Jedoch scheint diese Auftraggeberin höchst verdächtig zu sein. Irgendetwas stört unseren Helden mit dem klangvollen Stimmchen gewaltig. Aber was?

Viel Zeit zum Grübeln hat er leider nicht zur Verfügung, denn ein Meuchelmörder treibt sein Unwesen. Schlimm genug, dass unser Spielmann den Mord mitansehen muss. Noch viel erschütterter ist dieser, als der Tote wieder quicklebendig durch die Straßen schlendert, als sei nichts gewesen. Dabei könnte Spikero schwören, dass es stimmt, was er gesehen hat. Seine Augen, auch wenn diese etwas trübe sind, lügen nie. Auch sein Verstand ist so scharf wie eine Schwertklinge.

Ihr wisst, was das heißt? Unserem Helden wird wieder die Ehre zuteil, gleich zwei Abenteuer zu bestreiten. Dummerweise ist er der einzige in seinem näheren Umfeld, der diesem Mord nachgehen möchte. Seine Kameraden glauben im erstens nicht, zweitens lachen sie unseren Barden aus. Sogar seine liebste und zuckersüße Ber ist nicht gerade angetan von seinen Mutmaßungen.

Spikero darf also wieder alleine die Menschheit vor Gefahren schützen. Soll ihm nur recht sein. Immerhin ist er Spikero, der einzige wahre Abenteurer.


Mein Fazit

Meine Neugier, mit welchem Abenteuer uns die Autorin nun verwöhnen möchte, hat sich gelohnt. Gestaltwandler in Büchern locken mich ohnehin an wie Motten das Licht. Garniert mit einem Meuchelmörder. Was kann da noch schiefgehen?

Die Geschichte beginnt wie immer recht friedlich. Spikero schlendert durch die Straßen, musiziert fröhlich vor sich hin und schmachtet seine Geliebte an. Jedoch dauert es nicht lange, bis ihn seine zukünftige Auftraggeberin mit einem interessanten Auftrag lockt. Ein Elixier, welches Gestaltwandler enttarnt. Alleine die Tatsache, dass diese Geschöpfe wirklich existieren, fasziniert unseren Helden. Das Gebräu lässt sich sicher einfach besorgen. Immerhin gibt es in seiner Nähe einen Gelehrten, welcher in der Lage sein müsste dieses zu brauen. Der Einstieg hat mir bis hierhin gut gefallen. Schön knackig, relativ simpel aufgebaut. Garniert mit Spikeros witzigen Äußerungen. Der kleine Barde ist wieder ganz in seinem Element. Sehr zum Leid seines Umfeldes, welches nicht wirklich davon angetan ist. Wenn wunderts? ^^

Von da an gewinnt die Handlung an Fahrt. Ein plötzlicher Mord, mindestens ein Toter, ein verdächtiger, aber bekannter Gestaltwandler, eine seltsame Auftraggeberin und eine Geliebte, welche ihrem Barden immer weniger Aufmerksamkeit schenkt. Die Autorin hat es auch im zweiten Teil geschafft, die perfekte Balance zwischen Spikeros Alltag und seinem Abenteuer zu halten. Auch wenn mir der Kleine stellenweise etwas auf die Kartöffelchen ging. Aber kann man ihm böse sein? Nun denn. Weiter geht’s.

Die schrittweise Aufklärung der Morde und die gut platzierten Schlüsselmomente sind der Autorin ebenfalls gelungen. Das (offene) Ende hat mich überrascht. Hut ab. Ich war so damit beschäftigt, den Mörder vor Spikero zu finden, dass ich gar daran gedacht habe, es könnte an anderer Stelle ebenfalls brenzlig für ihn werden.

Ganz allgemein hat mir die detailreiche und spannende Beschreibung der Umgebung gut gefallen. Die Charaktere waren wie auch im Teil zuvor eher Beiwerk. Aber, wie schon zuvor erwähnt, um die ging es ja nicht. Unser selbst ernannter Held stand ganz klar im Vordergrund.

Mein Fazit sollte euch nicht verwundern. Teil zwei hat mir, trotz kleiner Kritik, sogar etwas besser gefallen als Teil eins. Es wirkte vieles ausgereifter und interessanter. Wenn euch die Beschreibungen beider Teile zusagen, könnt ihr gerne einen Kauf wagen. Ihr werdet es nicht bereuen.


Buchinformationen

Verlagtolino media
AutorinC. Gina Riot
Erscheinungsjahr2024
GenreKrimi/Fantasy
Seiten244
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Informationen über die Autorin

C. Gina Riot ist neben ihrer Tätigkeit als Fantasy-Autorin als selbstständige Grafik Designerin und Inhaberin der Werbeagentur LAYOUTRIOT tätig. Gemeinsam mit einem Kater und zwei Enten lebt sie zwischen Bergen, Flüssen und Wäldern in Niederösterreich. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist sie großer Gothic- und Metalfan.

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