[Rezension] Bernhard Aichner „Gegenlicht“

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Er taucht dort auf, wo Menschen sterben.

Er ist dem Tod näher als allem anderen.

Er hält das Unheil fest.

David Bronski ist Pressefotograf.



Mein Fazit

Worum gehts? Ein älterer Herr, der sich einen schönen Tag mit seiner bezahlten Bekanntschaft machen möchte, sitzt in seinem Garten. Tolles Wetter. Ruhe und Frieden.

Jedoch wird dieser abrupt unterbrochen als ein Mann unsanft vom Himmel in seinem Garten landet, und den Besitzer knapp verfehlt. Dass es kein gefallener Engel war, der die falsche Abzweigung genommen hat, stellt sich schon sehr bald heraus. Unser Gefallener hätte sich nie gedacht, mal so tief zu fallen.

Es dauert nicht lange, bis unser allseits beliebter Pressefotograf David Bronski davon Wind bekommt und den Ort des Geschehens mit seiner Tochter aufsucht. 

Von der erwähnten Bekanntschaft fehlt nach dem Vorfall jede Spur. Dabei stößt diese, egal ob wissentlich oder Ausversehen, eine Reihe von Ereignissen an, die Bronski und sein Umfeld in die Bredouille bringen. Je mehr er sich mit dem Fall beschäftigt, desto mehr wird klar für wen dieser Gefallene so wichtig ist, und warum kurz nach dem Ereignis mehrere Menschen ihr Leben lassen müssen.

So viel zur Theorie. Die Praxis ist so eine Sache. Denn ⅔ der Handlung besteht daraus, dass die verschiedenen Charaktere abwechselnd der Held oder die Heldin raushängen lassen, nur um im Anschluss von einer anderen Person gerettet werden zu müssen. Neben teils illegalen Mitteln, um den Feind zu verwirren, sticht vor allem der kaum vorhandene Spannungsbogen ins Auge. 

Es klingt alles toll und super interessant. Aber die Präsentation ist leider fad und man spürt auch keine richtige Wucht hinter den Ereignissen. Den Eindruck den die Ereignisse hinterlassen ist schwach und könnte mir nicht egaler sein. 

Klingt fies, ist aber leider so. Der Schreibstil trägt sicher auch zu diesem Fazit bei. Denn hier hätten mehr Details wirklich nicht geschadet. Die Dialoge empfand ich als belanglos.

Das letzte Drittel war etwas spannender, aber auch hier konnte ich dem Buch nichts abgewinnen. Die Moral am Ende brachte mich sogar zum Schmunzeln. Immerhin.

Dieses Buch hab ich nicht alleine gelesen. Meine liebste Buddyread Partnerin Tamara hat mir wieder virtuelle Gesellschaft geleistet.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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