[Rezension] Anastasia Glawatzki „Farbenasche & Seelentinte“

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Man hatte mir erzählt, dass selbst die am meisten verderbte Seelen Gutes enthielt.

Ich hatte daran geglaubt. Doch das war falsch.

Manche beschwerte so viel Schwärze, dass sie das Gute darin längst zu Farbenasche zermahlen hatte.



Mein Fazit

Auf den ersten Blick mag es beängstigend und unheimlich wirken, die Gefühle deiner Mitmenschen in farbigen Schleiern zu sehen. Du bist scheinbar der einzige Mensch auf Erden, der über diese Gabe verfügt. Daher bleibt diese dein Geheimnis. Bis zu jenem Tag als auch andere Wesen erfahren, was du tagtäglich siehst…

So und nicht anders ergeht es Coryn, unserer Protagonistin. Als außerhalb ihrer Welt bekannt wird, über welche Fähigkeit sie verfügt, bricht in ihrem Alltag die Hölle aus. Plötzlich tauchen Wesen aus einer anderen Zeit auf, um ihr wenig liebevoll ihren Schleier zu zerschneiden.

So flieht Coryn mit Begleitung in ein unbekanntes Reich. Dies wurde vor langer Zeit von Intrigen, Hass und Lügen in zwei Hälften geteilt. Aufgrund dieser Lage ist sie gezwungen ihren Schmerz, über die unmögliche Rückkehr in ihre Heimat beiseite zu schieben, und ihren Teil zur Rettung der Reiche beizutragen.

Je mehr Monde (oder auch Tage, Wochen, …) vergehen, desto mehr wird ihr klar, dass ihre Fähigkeiten nicht von ungefähr kommen. Daher geht Coryn, wenn sie nicht gerade durch bunte Schleier und dem wundervollen Reich abgelenkt wird, ihrer Herkunft Schritt für Schritt auf den Grund. Auch wenn ihr immer wieder Zweifel kommen, oder sie von „Freunden“ betrogen wird, unser mutiges Mädchen gibt nicht auf. Diese Entscheidung sollte ihr am Ende eine große Hilfe sein.

Welche Farbe hätte wohl mein Schleier gehabt, nachdem ich das Buch beendet habe? Richtig. Aprikosen Orange. Was für Freude steht.

Selten hab ich einen so farbenfrohen, mit ganz viel Liebe zum Teil geschriebenen Fantasy Roman gelesen. 

Es vergeht kein Augenblick, an dem uns die Autorin nicht die Schönheit oder Düsternis der verschiedensten Schleier der Bewohner beschreibt. Selbst als gegen Ende des Buches ein brutaler Krieg tobt, Schleier geradezu zerrissen oder Feen, Mischwesen, uvm getötet werden, sieht man überall ein wunderschönes Leuchten. 

Vor lauter Faszination und dem wundervollen Schreibstil hab ich kaum mitbekommen wie schnell die Zeit vergangen ist, und die letzte Seite umgeblättert wurde. 

Das ist der Beweis, dass man das Fantasy Genre sehr wohl neu erfinden kann.

VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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