[Rezension] Nina Bilinszki „An ocean between us“

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Als ich das Hallenbad betrat war Theo bereits im Becken.

Ich hatte ihn nie zuvor schwimmen gesehen und beobachtete ihn daher einen Augenblick.

Mit gleichmäßigen Zügen glitt er durch das Becken, vollführte am hinteren Rand eine perfekte Rolle und stieß sich kraftvoll ab.

Mir war vorher nicht klar gewesen, warum Theo als Starschwimmer betitelt wurde, doch so langsam verstand ich es.

Selbst für mein ungeübtes Auge war deutlich zu erkennen, dass er nicht nur einfach gut war. Er war unheimlich schnell, dabei lag sein Oberkörper völlig gerade im Wasser.

Nur seine Arme und Beine bewegten sich im Einklang, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht.

Ein Stich führ mir durchs Herz, den ich erst nach einigen Sekunden als Neid indentifizieren konnte.

Neid, weil Theo noch immer alles hatte, was mir durch den Unfall genommen worden war. Vermutlich wusste er gar nicht, wie glücklich er sich schätzen konnte.

>> Na, gefällt dir, was du siehst? <<, riss Theos Stimme mich aus meinen Gedanken.

Erschrocken blickte ich nach unten, ich hatte gar nicht mitbekommen, dass er zum Beckenrand geschwommen war. >> Träum weiter <<, entgegnete ich. >> Ich bin nicht so leicht zu beeindrucken wie deine Fans. <<



Fazit

Durch einen Unfall verlor Avery jeglichen Mut, die Fähigkeit ihr liebstes Hobby auszuüben, und eine Perspektive.

Nach und nach findet sie wieder zurück in den Alltag. Sie beginnt ein Studium am LaGuardia Community College wo sie erstmals auf Theo, einem sehr beliebten Studenten, trifft.

Allerdings ist der erste Eindruck alles andere als gut.

Beim zweiten Treffen wirkt er auch nicht gerade sympathischer. Doch nach und nach offenbart Theo einen sympathischen Charakterzug nach dem anderen, und Avery verliert ihr Herz endgültig an ihn.

Leider trübt der Ruf von Theo und vergangene Ereignisse das Liebesglück. Wie gehen die Beiden damit um? Gibt es eine Zukunft?

Um das Fazit schon mal vorweg zu nehmen: Das Buch hat mir gut gefallen. Der Spannungsbogen funktionierte auch gut genug. Die Charaktere wurden ausreichend beschrieben und erhielten eine realistische und funktionierende Persönlichkeit. 

Leider kommt das Buch bei mir nicht über den Durchschnitt hinaus. Das liegt an ein paar Kleinigkeiten.

Natürlich ist es heutzutage unmöglich das Rad neu zu erfinden, neue Handlungen zu schreiben die es noch nie gab, aber hier hatte ich ein Deja Vu nach dem Anderen.

Irgendwo hat man so einen Aufbau, einzelne Szenen schon mal irgendwo gelesen, auch da war es in Ordnung, aber halt nicht mehr.

Die Handlung ist sehr vorhersehbar.

Keinesfalls schlecht. Sie glänzt halt nicht vor Überraschungen, eher mit Vorhersehbarkeit.

Ist das Buch deswegen ein Totalausfall? Nein, keinesfalls. Für Freunde leichter Literatur, als Leseflauten Medizin, oder für einen gemütlichen Sonntag Nachmittag ist es gut geeignet. 

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr das Buch schon gelesen?


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos zur Autorin

Nina Bilinszki ist mitten im Ruhrgebiet aufgewachsen, ehe es sie 2009 ins Rhein-Main-Gebiet zog.

Bücher haben sie dabei schon immer begleitet, und auch das Schreiben ist inzwischen nicht aus ihrem Leben wegzudenken.

Wenn sie sich nicht gerade neue Geschichten ausdenkt, ist sie meist in der Natur anzutreffen, wo sie ihren Labrador-Mischling über die Felder scheucht.

Jetzt ist deine Meinung gefragt. :)