Leonie Lastella „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ [Kurz Rezension]

Der Klappentext


Mein Fazit

Everly und Weston, sind zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jedoch haben beide einige Schicksalsschläge hinter sich, keine richtige Familie mehr, außerdem sind sie durch traumatische Ereignisse derart verkorkst, dass es keine Chance mehr gibt die Beiden aus ihrem Schildkrötenpanzer zu holen. Dazu kommt noch, dass sie ein weniger rühmliches Ereignis von früher verbindet, und die Chance auf Versöhnung oder zumindest Akzeptanz noch mehr im Sand verschwindet. 

Allerdings finden die beiden durch etliche Zufälle und Ereignisse schließlich doch zusammen, was den Anfang leider etwas in die Länge zieht. 

Es entsteht zunächst keine Liebe. Nur ein sehr langsames Annähern, Zurückziehen, etwas Misstrauen loswerden, wieder Annähern, … Klingt nach einem sehr langwierigen Vorgang.

Aber es liest sich spannend genug um dranbleiben zu wollen. Die Autorin schafft es die Gefühle, die Ereignisse, die Zärtlichkeiten, den Hass, das Misstrauen, den Schmerz, sehr gut zu beschreiben. Es gibt Situationen wo man Everly für ihr Verhalten ein Lob da lässt, im nächsten Moment hasst man sie dafür. Gleiches gilt für Weston. Die immer wieder wechselnde Perspektive hilft dabei sehr.

Das Buch ist keine leichte Kost wie ich finde. Keine Liebe die sich mit einem Knall entlädt, und dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. 

Es gibt Probleme, es gibt Dinge von Außerhalb die die Beiden sehr beeinflussen. Es läuft bei Weitem nicht alles glatt. Die Vergangenheit verfolgt sie ständig. Würde es helfen einen Schlussstrich zu ziehen um anschließend in der Gegenwart zu leben? Wer weiß. 

Wenn ihr einen Liebesroman sucht der einem statt mit Konfetti mit Stacheldraht begrüßt könnte es euer Buch sein. 


Verlagdtv Verlagsgesellschaft
AutorLeonie Lastella
GenreLiebesroman
Seitenanzahl400
Erscheinungsjahr2020

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