[Rezension] Kira Mohn „Free like the wind“

Tausend Splitter

anstelle

eines Herzens


< Warum willst du nicht, dass ich dich auf deine Wanderung begleite? >, fragt Cayden.

Jetzt bin ich es, die lange Sekunden braucht, um eine Antwort zu finden.

< Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was für dich ist. >

< Aber für dich ist es was? >

< Weiß ich nicht. >

Er nickt. Dann schaltet er den Fernseher aus, und nach ein paar Sekunden erobert das silberfarbene Mondlicht die Schatten.

< Willst du denn wirklich mitkommen? >, frage ich, und wenn bisher schon Realität und Wirklichkeit ineinander überzugehen schienen, so wird es jetzt völlig surreal, als Cayden aufsteht und auf mich zu geht.

< Ja. >

Verrückt. Das ist alles einfach verrückt.

< Also…> Ich fahre mir mit den Händen über die Oberarme. < Dann komm eben mit. >

< Okay. >, sagt er.

Keiner von uns lächelt. Es fühlt sich an, als hätten wir gerade einen Pakt miteinander geschlossen.



Fazit

Cayden führt eigentlich ein unbeschwertes Leben. Sein Vater gab ihm eine Stelle in seiner Firma, hat seinem Sohn eine Villa gekauft, in der er mit Jackson kostengünstig wohnen kann.

Neben seiner Ausbildung trifft sich Cayden mit zahlreichen Frauen, lässt sich volllaufen, vögelt sich von A nach B.

Er scheint ein sorgloses und entspanntes Leben zu führen.

Doch hinter seiner Playboy Fassade bestehend aus seinem Charme, seinem guten Aussehen und flotten Sprüchen verbirgt sich ein verletzlicher Kern den er vor all seinen Mitmenschen gut versteckt. 

Rae hingegen, kommt aus einem durchschnittlichen Haushalt.

Sie hat in Haven eine gute Freundin gefunden, arbeitet in einem Kino, und scheint mit ihrem einfachen aber schönen Leben zufrieden zu sein.

Jedoch scheint sich in ihrem Herzen ein tiefes Loch zu befinden, dass sie in unbeobachteten Momenten zu verschlingen droht.

Um dem Schmerz zu entkommen beschließt sie, auf anraten von Haven, in Kanadas Nationalpark einen Wanderurlaub zu machen.

Dieser besteht aus: wandern (wer hätte es gedacht?), campen, und vor allem dem Alltag zu entfliehen um den Kopf freizubekommen. 

Wie es etliche Zufälle so wollen wird sie dabei von Cayden begleitet. Anfangs ist sie, verständlicherweise, davon überhaupt nicht angetan ihn dabei zu haben. 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die Beiden.

Sie erzählen sich gegenseitig von ihren Problemen und Sorgen. So ganz nebenbei genießen sie nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch die gegenseitige Anwesenheit. 

Anfangs war ich sehr skeptisch vom Aufbau der Handlung. Irgendwie war dieser von sehr vielen Zufällen geprägt. 

“Hey ich hasse diesen Typen, aber er kann mich gerne begleiten.” 

“Rae kann mich nicht leiden, und der letzte Ausflug in die Wildnis war ein Albtraum. Natürlich habe ich wieder Bock wochenlang im Wald umherzuirren.” 

Versteht ihr was ich meine? 

Nachdem dieser Teil überwunden war, entfaltete sich eine gut gelungene Handlung.

Die Tatsache, dass sich Rae und Cayden nicht direkt um den Hals fallen sondern bis zum Ende des Buches damit warteten, war eine gute Idee. So konnten andere Momente in den Vordergrund rücken und sich entfalten. 

Kurzum ein gut gelungener zweiter Teil mit einem rasanten aber endgültigem Ende.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos über die Autorin

Kira Mohn hat schon die unterschiedlichsten Dinge in ihrem Leben getan.

Sie gründete eine Musikfachzeitschrift, studierte Pädagogik, lebte eine Zeitlang in New York, veröffentlichte Bücher in Eigenregie unter dem Namen Kira Minttu und hob zusammen mit vier Freundinnen das Autoren-Label Ink Rebels aus der Taufe.

Heute wohnt sie mit ihrer Familie in München.

Die Romantik darf in ihren Geschichten nicht zu kurz kommen, aber vor allem ist es ihr wichtig, Figuren zu erschaffen, die sich echt anfühlen. «Show me the Stars» ist der Auftakt zu ihrer Leuchtturm-Trilogie.

Kira ist auf Facebook und Instagram aktiv und tauscht sich dort gern mit Lesern aus.

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