[Rezension] Katharina V. Haderer „Das Hotel“

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Vorwort

Lange ist es her, seit ich einen Thriller gelesen habe.

Da der letzte nicht so mein Fall war, widmete ich mich wieder Fantasy und Liebesromanen, die haben mich bisher nur selten enttäuscht.

Jedoch fiel mir vor einiger Zeit „Das Hotel“ von Katharina V. Haderer ins Auge.

Der Klappentext klang auch spannend, und ehe ich mich versah, landete es in meinem Bestellkorb. Auf den ersten Seiten wurde schnell klar, genau nach so einem Buch habe ich gesucht.

Endlich hat eine Autorin mal etwas anderes versucht und nicht das Standardprogramm abspulte. Sie versuchte sich an einer anderen, für mich neuen, Herangehensweise eine spannende Handlung in diesem Genre zu schreiben.

Ob das Gesamtbild stimmt, oder dieses vor Störbilder nur so vor sich hin flackert könnt ihr in den nachfolgenden Absätzen lesen.

Viel Spaß.


Grober Handlungsverlauf

Endlich Urlaub. Alice kann es kaum glauben als sie in ihr Hotel eincheckt und ihre Sachen im Hotelzimmer auspackt.

Der Ausblick ist ein Traum und das Angebot der Freizeitaktivitäten wirkt nahezu unendlich. Das Essen, der Service und die Mitarbeiter erfüllen ihr alle Wünsche, egal, wie verrückt diese wirken mögen. Hauptsache unsere Urlauberin hat einen schönen Aufenthalt.

Die erholsame Stimmung wird nach einiger Zeit vom mysteriösen Verschwinden eines jungen Mädchens überschattet. Auf einmal scheint sie keiner mehr zu kennen. Ihre Eltern meinen sogar, dass diese nicht mit ihnen in den Urlaub gefahren ist.

Nun ja, vielleicht hat sich Alice ja verhört, als diese die Familie belauscht hat. Kann passieren, es war schon spät. Halb so wild.

Was auch etwas seltsam wirkt, ist die Tatsache, dass das Meer seit ihrer Ankunft nicht betretbar ist. Zu starke Strömungen, Verletzungsgefahr und viele andere Gründe wurden genannt.

Ach, der Salzwasserpool ist doch auch toll. Dadurch lässt sich Alice ihre Laune nicht vermiesen. Oder? Nö. Warum auch. Sie hat ja Urlaub. Endlich. Wohl verdient.


Mein Fazit

Bisher hatte ich geglaubt, im Thriller Genre alles gesehen und gelesen zu haben. Das war jedoch bevor ich diese Autorin entdeckt habe.

Dieses Buch hat es mir angetan. Es ist anders als all die anderen Genre Verwandten da draußen. Die bedrohliche Stimmung, die in anderen Thrillern langsam an die Oberfläche tritt, wabert hier die ganze Zeit über im Hintergrund und flackert nur manchmal durch die scheinbar lockere Stimmung hindurch.

Dieses Prinzip harmoniert perfekt mit der Idee des Buches. Immer den Anschein waren, nie jemanden hinter Kulissen blicken lassen. Es soll immer wirken, als sei alles in Ordnung. Weder die Protagonistin noch die Leser sollen sich Sorgen machen.

Das Unvorhersehbare, das Unbekannte, was irgendwo lauert, das mag ich. Dazu kommt der flüssige und sehr angenehme Schreibstil.

Die Charaktere selbst, allen voran Alice, sind hervorragend gelungen. Diese erfüllen nicht nur stumpf ihre Rollen, sie haben auch schöne Details spendiert bekommen.

Die Umgebung ist in der Theorie immer die gleiche, jedoch ändert sich diese immer mal wieder, wie wir später erfahren, aus sehr speziellen Gründen.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr wird klar, wie sehr sich unsere Protagonistin ihren Urlaub verdient hat. Bei den Erlebnissen echt kein Wunder. Diese sind keine 08/15 Dramen, da steckt wesentlich mehr dahinter.

Was uns die Hotelbetreiber wohl verheimlichen? Steckt vielleicht mehr hinter dem friedlichen Urlaubsort?


Buchcover

VerlagDrachenmond Verlag
AutorinKatharina V. Haderer
Erscheinungsjahr2022
GenreMystery-Thriller
Seiten285
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Informationen zur Autorin

Katharina V. Haderer, ein ausgezeichneter 88er-Jahrgang, lebt mit ihrer Katze Lady Agathe von Schnuppe in der Stadt der heilenden Quellen – Bad Vöslau/Österreich. Sie schreibt seit frühester Jugend fantastische Romane, Familie, Freunde und Bekannte wurden zu mehr oder weniger freiwilligen ExperimentalleserInnen. Des Weiteren ist Katharina auch malerisch und fotografisch kreativ aktiv und arbeitet seit Jahren als Pfadfinderleiterin der Wichtel und Wölflinge der Gruppe Baden, ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

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