[Rezension] Isabel Kritzer „Americas next magician“ Teil 2/2

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Rückblick auf Teil 1: Californias next magician

Wir schreiben das Jahr 2086.

Ein Großteil der Landfläche der Erde ist durch das Abschmelzen der Gletscher im Meer versunken.

Die Macht im neuen Kaiserreich Eterny – den früheren USA – und seinen fünfundzwanzig Ländern liegt in den Händen mächtiger Magier, den Magician.

Zwischen ihnen finden alle fünfundzwanzig Jahre in jedem der Länder Regentschaftswahlen statt.

Fünfundzwanzig Kandidaten erhalten einen silbernen Brief als Einladung zur Regentschaftswahl, der sie verpflichtet, ihre magischen Fähigkeiten bei gefährlichen Prüfungen auf die Probe zu stellen. Sie müssen sich unter ständiger Beobachtung und Kamerapräsenz gegen ihre Mitstreiter durchsetzen und vor allem eines – überleben!

Josephine stammt aus dem Land California. Sie durchlebt die Schrecken der fünf Aufgaben dort, wächst über sich hinaus und verliebt sich in den größten Bad Boy von Eterny. Dabei wird sie zum Volkssymbol für Emanzipation und Wandel. Josephines Mutter präsentiert sich als geniale Entwicklerin und Vorstandsvorsitzende von Tekre Industries. Doch wer ist sie eigentlich?

Die Zukunft, der Klimawandel, ein System, in dem Frauen weniger wert sind. Magie, Macht, und Intrigen. Ein Kampf für Gleichberechtigung und Toleranz, und Loyalität und Vertrauen. Ein Phönix, eine Sphinx und viele weitere Spieler. Aber wer spielt am Ende richtig und wer pokert zu hoch?



Fazit

Nach dem fulminanten Ende des ersten Teiles geht es direkt im zweiten Buch weiter.

Die Luft knistert nur so vor Spannung.

Die Mitglieder der verschiedenen Gilden verfolgen den Kampf zwischen den Magiern.

Auch Josephine sieht dabei zu wie die Welt um sie herum brennt.

Warum sie als Protagonistin der Reihe nicht eine kämpfende Position einnimmt? Keine Ahnung. 

Auch wenn sie mit dem Feind verwandt ist, ist das kein Grund sich nicht um das Wohl aller Einwohner zu kümmern, vor allem wenn man eigentlich die neue Regentin ist. Und noch dazu zwei Begleiter hat, mit denen man äußerst mächtig sein könnte. 

Durch den sehr ausschweifenden Schreibstil dauert der K(r)ampf auch sehr lange an, obwohl es in der Vorstellung vieler Leser wahrscheinlich ein schneller Schlagabtausch sein könnte.

Nachdem dieser (endlich) überstanden ist, übernimmt Josi den Posten der neuen Regentin.

Oder zumindest sieht es so aus. Denn wie auch im ersten Teil trifft sie selten selbst Entscheidungen, oder wird selbst aktiv sodass es sinnvoll zur Handlung beiträgt. 

Andererseits ist es auch schwierig wichtige Aufgaben zu übernehmen wenn man die meiste Zeit über gedanklich mit sich selber beschäftigt ist, und das Umfeld kaum mitbekommt. 

Genauso wie die Tatsache, dass ja auch noch Begleiter existieren, um die Josi im ersten Teil hart gekämpft hat.

Diese nehmen im zweiten Teil nur eine sehr kleine Rolle ein. Genauso wie ihre neu erwachte Kraft am Anfang der Handlung. 

Der Schwerpunkt liegt hauptsächlich bei der Regierung, und Tekre Industries. (Dort werden Waffensysteme hergestellt) Es erwarten dich also keine spannenden Schlachten, die man bei dem Buchtitel vielleicht erwarten könnte. 

Fassen wir zusammen: Anfangs gibt es eine in die Länge gezogene Schlacht, dann nimmt Josi ihr neues Amt an, und wird fortan von ihren menschlichen Begleitern durch die Gegend geschleift, sie trägt genauso wenig zur Handlung bei wie gewohnt.

Sie besuchen einen Waffenkonzern, und wir bekommen einen Einblick in die Politik des Landes.

Zwischendurch versucht sie mit ihrer eigentlich mächtigen, aber schwach umgesetzten Magie etwas zu bewirken. Klappt halt nicht. 

Gegen Ende, welches sehr in die Länge gezogen wurde, setzen sich Puzzleteile zusammen deren Daseinsberechtigung erst jetzt irgendwie sinnvoll erscheinen (könnten). 

Ich bin der letzte Mensch der einem Buch oder einer Reihe keine zweite Chance gibt. Oder etwas unnötig schlecht macht was andere Leser mögen. Doch hier muss ich mich geschlagen geben. Es ist/war einfach nichts meins. 


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