[Rezension] Carolin Wahl „Schatten der Ewigkeit: Zwillingsblut“

Was wäre, wenn alle Legenden wahr sind?


>> Dein Besuch scheint Unpünktlichkeit zu hassen. <<

Kit kniff die Augen zusammen.

>> Welcher Besuch? <<

>> Deine Mitfahrgelegenheit ins Hauptquartier. Menschlich, groß, dunkelhaarig. Ziemlich schnuckelig, wenn du mich fragst. <<

Bei diesen Worten leuchteten Leljas Augen auf, und Kit fühlte sich in ihre Schulzeit zurückversetzt, was ihr ein Stöhnen über die Lippen trieb.

>> Schnuckelig ist jetzt nicht das Wort, mit dem ich ihn beschreiben würde. <<

>> Wie denn dann? <<

>> Düster. Wortkarg. Die perfekte männliche Romanfigur für eine schlechte Liebesgeschichte. Ganz gebrochen und kaputt, ohne den Hauch eines Gewissens. <<

Leljas Mundwinkel krochen förmlich bei jedem Wort ein bisschen weiter in die Höhe. >> Klingt genau nach meinem Geschmack. <<



Fazit

Die Schatten warten nicht darauf bist du dich von deinem Schmerz erholt hast.

Sie lauern in der Dunkelheit, sie ernähren sich von traumatischen Ereignissen und negativen Gefühlen. Im Moment der Unachtsamkeit schlagen sie zu und ziehen dich in die Schwärze, ins Nichts…

Kit Sune wird nach einem traumatischen Ereignis nach Edinburgh versetzt. Gleich zu Beginn wird ihr ein neuer Partner zugeteilt, ihr alter Gefährte musste leider sein Leben lassen. 

Es bleibt Ihnen nicht lange Zeit zum Kennenlernen.

Eine Mordserie zieht eine Schneise aus Tod und Verderben durch die Stadt. Die Opfer sind entweder Zivilisten oder nahe Bekannte von Kit.

Sie steht relativ schnell in Verdacht mehr mit der Sache zu tun zu haben als ihr lieb ist.

Damit nicht genug, ein Todesdaimon (Nicht Dämon) hat die Jagd auf sie eröffnet in der Hoffnung ihrem wahren Wesen zu begegnen, von dem er glaubt sie sei eine Person die er aus einem früheren Leben kennt.

Kit Sune selbst weiß schon bald nicht mehr wem sie trauen soll …

Der Klappentext klang vielversprechend. Konnte mich das Buch überzeugen, obwohl es jetzt nicht unfassbar innovativ und neu klingt? Ja, konnte es. 

Zum einen liegt es daran, dass die Handlung sehr schnell an Fahrt gewinnt.

Die Charakterarten wurden kurz und bündig erklärt und die Infos kommen nach und nach hinzu. So entsteht kein unnötiger Leerlauf. Gleiches gilt für die Charakterbeschreibung, sowie die Einführung der Fähigkeiten und Eigenschaften. 

Etwas enttäuscht war ich leider von dem Gestaltwandler Aspekt.

Es klingt erstmal toll, die Protagonistin könnte sich in verschiedene Tiere verwandeln, oder zur Tarnung in einen anderen Menschen. Stattdessen kann sie sich durch emotionalen Druck in einen Fuchs verwandeln.

Schade eigentlich. Andererseits, wenn man die Handlung so betrachtet wie sie ist: Wo hätte die Verwandlungskunst reingepasst? Genau. Keine Ahnung.

Daher haben wir eine spannende Handlung spendiert bekommen, mit einem Hauch Sagen, Fabelwesen und Geistergeschichten.

Der Schreibstil war flott und detailreich zugleich. Was es mit dem „Zwillingsblut“ auf sich hat erfahren wir erst nach und nach. Dies wurde meiner Meinung nach gut gelöst. So bleibt das Buch bis zur letzten Seite spannend.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
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Infos zur Autorin

Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren und wohnt nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium in München wieder in ihrer Heimatstadt.

Schreiben und Reisen gehören zu ihren großen Leidenschaften.

Egal, ob die fremden Welten zwischen zwei Buchdeckeln oder ein paar Flugstunden entfernt liegen. Für ihre Texte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

https://www.droemer-knaur.de/autor/carolin-wahl-3001802

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