[Rezension] Anabelle Stehl „Breakaway“

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Endlich wieder durchatmen können – das ist alles, was Lia sich wünscht, als sie völlig überstürzt ihre Sachen packt und in den nächsten Bus nach Berlin steigt. Sie hat kein Ziel in der Stadt und auch keinen Plan. Aber sie erträgt das Getuschel und die Blicke nicht mehr, die ihr überall auf dem kleinen Campus ihrer Uni folgen, seit sie eines Nachts eine folgenreiche Entscheidung traf.

Lia hofft, dass sie in dem anonymen Trubel der Hauptstadt wieder zu sich selbst findet und dass damit auch ihre größte Leidenschaft – das Filmen – zu ihr zurückkehrt. Doch schon bei ihrem ersten Stopp in Berlin – einem gemütlichen Cafe in der Nähe vom Alexanderplatz – trifft Lia auf Noah, der mit seiner offenen Art und seinem attraktiven Lächeln ihren Plan, sich erstmal nur auf sich selbst zu konzentrieren, augenblicklich auf den Kopf stellt.

Dabei hat Noah seine ganz eigenen Probleme: Nachdem sein Bruder in eine Schlägerei verwickelt war und daraufhin seinen Posten im Familienunternehmen aufgeben musste, setzt Noah nun alles daran, zu verhindern, dass seine Familie endgültig auseinanderbricht. Dennoch nimmt er sich die Zeit, Lia an seine Lieblingsplätze in Berlin zu führen und ihr die Stadt durch seine Augen zu zeigen. Und je näher sie sich kommen, desto schlechter fühlt sie sich, weil sie Noah nicht die ganze Wahrheit über das, was an ihrer alten Uni geschehen ist, erzählen kann …


Fazit

Neid, Missgunst, Gewalt, Mobbing und viele andere unangenehme Konstellationen die einem das Leben zur Hölle machen können finden sich in diesem Buch. Einzeln und je nach Konzentration ist eine dieser Konstellationen noch recht gut bekämpfbar. Sollten jedoch alle auf einmal zutreffen verwandelt sich der eigentlich schöne Alltag in die Hölle auf Erden.

So beginnt die Geschichte von Emilia. Ein nach Außen hin sympathisches und augenscheinlich glückliches Mädchen. Mit Fortschreiten der Handlung erfahren wir, dass sie zunächst vor ihren Problemen in ihrer gewohnten Umgebung davon läuft. Im ersten Moment fühlt sie sich in der neuen Umgebung sicher, doch dann lernt sie Noah kennen, bei dem auch nicht alles glatt läuft, aber noch alles überschaubar ist.

Nach und nach kommen sich die Beiden näher, erleben viele schöne Stunden miteinander. In Emilia macht sich nach und nach ein schlechtes Gewissen breit. Eigentlich mag sie Noah wirklich gern, und gerade deshalb möchte sie ihm von ihrer Vergangenheit erzählen. Bevor sie das kann kommt Emilia immer wieder in Situationen wo sich eine ruhige Erklärung erübrigt. Sie gerät mehr und mehr in Erklärungsnot, ihre Unsicherheit wächst und wächst.

Noah ist sich nicht sicher ob er ihr Vertrauen kann, und auch will. Denn sein Vertrauen ist schon leicht angeknackst. Werden die Beiden ihre Unsicherheiten beseitigen und ein schönes Leben in Berlin führen können?

Dieses Buch war ein absoluter Glücksgriff.

Warum? Weil die Handlung nicht nur darauf abzielt zwei Menschen problemlos zusammenzubringen und alles ist gut, sondern auch Probleme zur Sprache bringt, die es nunmal in einem Menschenleben gibt. Davon gibt es nämlich reichlich. Daher konnte ich sehr gut mit Noah und Emilia mitfühlen, und mit ihnen auch etwas leiden. Das Leben ist nicht immer schön, oder gar immer einfach.

Deswegen ist es schön wenn man Menschen in seinem Umfeld hat, denen man vertrauen kann und die einen stärken damit einem die Probleme nicht mehr so erdrücken. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch der Reihe, welches ich mir direkt vorbestellt habe.


VerlagAutorBezeichnungSeitenErscheinungsjahrLink zur Buchhandlung
Lyx VerlagAnabelle StehlNew Adult4642020Bei Tyrolia bestellen

Infos zur Autorin

Anabelle Stehl wurde 1993 in Bad Kreuznach geboren und liebt Geschichten und Bücher seit frühester Kindheit.

Für ihr Germanistikstudium zog sie nach Leipzig und anschließend für den Master in Linguistik nach Irland. Mittlerweile lebt, schreibt und arbeitet Anabelle in ihrer Lieblingsstadt Leipzig.

Auf Instagram ist sie unter dem Namen @anabellestehl zu finden.


Buch Playlist

Lennon Stella – Breakaway

Florence + The Machine – Hunger

Woodkid – Run Boy Run

Jesse Reyez – Figures

Bea Miller – feel something

Hozier – Movement

Arcade Fire – My Body is a Cage

Shawn Mendes – A Little Too Much

Tom Walker – Leave a Light on

Gabrielle Aplin – Please don´t say you love me

Ava Max – So am I

Passenger – Hell or High Water

Foo Fighters – The Pretender

Pitbull, Kesha – Timber

Backstreet Boys – Everybody

Taylor Swift – You need to calm down

Athlete – Wild Wolves

Walking of Cars – Speeding Cars

Gary Go – Berlin

Dermot Kennedy – An Evening I will not Forget

Kesha – Praying

dodie – Burned Out

Billy Raffoul – You be Love

Christina Aguilera – The Voice Within

Selena Gomez – Look at her now

Rachel Platten Fight Song

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